Kampf gegen Partytourismus

Regierung will Billighotels auf Mallorca kaufen – und dann schließen

Die Playa de Palma auf Mallorca im Sommer 2021 – die Zahl der Urlauberinnen und Urlauber will die Regierung künftig mit einer drastischen Maßnahme reduzieren.

Die Playa de Palma auf Mallorca im Sommer 2021 – die Zahl der Urlauberinnen und Urlauber will die Regierung künftig mit einer drastischen Maßnahme reduzieren.

Jeden Sommer scharen sich an der Playa de Palma und in Magaluf die Partyurlauberinnen und -urlauber, ziehen grölend durch die Straßen, saufen und feiern. Schon seit Jahren strebt die Inselregierung einen Imagewechsel an und will den Exzesstourismus von der Insel verbannen.

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Zahl der Urlauberinnen und Urlauber soll sinken

Bisher haben schärfere Gesetze und Verhaltensregeln aber nur wenig Wirkung gezeigt. Schon im Juni erklärte der Präsident der Initiative Palma Beach im „Mallorca-Magazin“ die Aufwertung des Ballermann für gescheitert. Der Sauftourismus sei zurück und die Saison 2022 gelaufen.

Um die Zahl der Urlauberinnen und Urlauber auf der spanischen Insel zu reduzieren, setzt die Regierung jetzt auf eine drastische Maßnahme: Ein- und Zwei-Sterne-Hotels will sie aufkaufen und dann dichtmachen, berichtet unter anderem das „Diario de Mallorca“. Auch Lokale, in denen Sauftourismus betrieben wird, könnten demnach aufgekauft und geschlossen werden.

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Kampf gegen das Party-Image

10 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung, kündigte die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol bei einer Rede im Parlament am Dienstag, 4. Oktober, an. Es mache keinen Sinn, immer nur oberflächlich über Massifizierung zu diskutieren, zitiert das „Mallorca-Magazin“ die Regierungschefin. Jetzt müsse konkret etwas passieren.

Mit der Maßnahme sagt die Regierung dem Party-Image der spanischen Insel den Kampf an und will sie für zahlungsfähige und zivilisiert auftretende Urlauberinnen und Urlauber interessant machen. Bereits im Februar hatte die Regierung ein neues Tourismusgesetz verabschiedet, mit dem in den kommenden Jahren keine zusätzlichen Übernachtungsplätze mehr auf den Balearen-Inseln zugelassen werden sollen.

RND/lzi

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