Experte erwartet Ansturm auf Mount Everest – trotz hoher Preise

Auch in diesem Jahr werden wieder Hunderte Bergsteiger und Bergsteigerinnen versuchen, den Mount Everest zu erklimmen.

Auch in diesem Jahr werden wieder Hunderte Bergsteiger und Bergsteigerinnen versuchen, den Mount Everest zu erklimmen.

Hunderte Extrembergsteigerinnen und -bergsteiger aus aller Welt zieht es zwischen Anfang April und Ende Mai ins Himalaya-Gebirge. Sie wollen sich einen Lebenstraum erfüllen und einmal den höchsten Berg der Welt bezwingen: den Mount Everest. In diesem Jahr wird in dem kleinen Zeitfenster im Frühjahr wieder ein Ansturm erwartet.

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Himalaya-Experte: 800 Menschen werden Mount Everest besteigen

Der amerikanische Bergsteiger und Coach Alan Arnette rechnet mit 350 bis 400 Personen aus dem Ausland, die den 8804,86 Meter hohen Berg in diesem Frühjahr besteigen werden. „Hinzu kommen noch 1,2-mal so viele nepalesische Bergführer, Träger und Sherpas – wodurch die Zahl der zu erwartenden Menschen auf 770 bis 800 steigt“, so Arnette auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Für Nepal, auf dessen Gebiet der Mount Everest größtenteils liegt, wären solche Zahlen eine gute Nachricht. Das Land, das durch den Tourismus erhebliche Einnahmen erzielt, wurde durch den coronabedingten Ausfall der Everest-Saison im Jahr 2020 finanziell hart getroffen. Im vergangenen Jahr sorgte dann ein Corona-Ausbruch im Basislager für Negativschlagzeilen.

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Stand jetzt machen die Einreiseregeln Nepals geimpften Bergsteigerinnen und Bergsteigern keinen Strich durch die Rechnung – nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist die Einreise auf dem Luft- und Landweg derzeit möglich. Neben einem Einreiseformular müssen Reisende bei der Ankunft einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Abflug maximal 72 Stunden alt sein darf. Eine Quarantänepflicht gibt es für vollständig Geimpfte nicht. Ungeimpfte Reisende dürfen den Flughafen Kathmandu aktuell nicht betreten, auch die Ausreise auf dem Luftweg ist Ungeimpften derzeit untersagt. Zur tibetischen Seite des Berges haben Kletternde keinen Zugang, da China auch in diesem Jahr die Grenzen geschlossen halten wird.

So viele kostet der Aufstieg auf den Mount Everest

Für den Aufstieg auf den Everest muss man tief in die Tasche greifen. Wer bei westlichen Anbietern bucht, muss laut Arnette in diesem Jahr zwischen 49.000 Dollar (knapp 44.000 Euro) und 149.000 Dollar (etwa 130.000 Euro) zahlen – je nach Service. In der günstigsten Version sind in dem Paket unter anderem anderem die nepalesische Gebühr für die Besteigung, die Bezahlung der Sherpas, Verpflegung und die Sauerstoffversorgung. Die Luxusversion beinhaltet etwa komfortablere Schlafzelte und einen Helikopter im Stand-by.

„Die Preise steigen, und ich weiß nicht, wo das aufhören wird“, so Arnette. Seit Jahren antworte er auf die Frage nach den Kosten mit: ein Auto. „Mittlerweile sind die Preise so in die Höhe geschossen, dass es jetzt ein schönes Auto ist.“

Nepalesische Anbieter locken mit Rabatten

Deutlich günstiger sind die Angebote nepalesischer Anbieter: Nach Angaben von Arnette liegt der Durchschnittpreis bei Veranstaltern vor Ort bei durchschnittlich 39.000 Dollar (knapp 35.000 Euro). Mit etwas Verhandlungsgeschick könne der Preis sogar auf bis zu 30.000 Dollar (27.000 Euro) gedrückt werden, so Arnette gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Dass die westlichen Anbieter wesentlich teurer als die nepalesischen sind, schlage sich auch im Anteil asiatischer Extrembergsteigerinnen und -bergsteiger nieder. „Dieses Jahr werden mehr Kletterer aus Asien als aus Europa, Nordamerika und Australien den Mount Everest besteigen“, sagt Arnette, der den Berg selbst bereits viermal bezwungen hat.

Gute Gesundheit reicht für eine Besteigung nicht aus

Um auch nur die Chance zu haben, tatsächlich den Gipfel des Mount Everest erreichen zu können, müssen sich die Kletterer im Vorfeld gut vorbereiten. „Es erfordert Erfahrung in Höhen über 7000 Metern und auf Felsen, Eis und steilen Schneehängen, kürzliche Besteigungen unter harten Winterbedingungen und eine nachgewiesene Fähigkeit, mit Anmut zu leiden“, erklärt der erfahrene Bergsteiger. Einfach nur gesund zu sein und sich einen Coach zu besorgen, reiche absolut nicht aus.

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