Spahn appelliert an Südafrika-Reisende: „Isolieren Sie sich“

Wer in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland kam, soll sich isolieren, fordert Bundesgesundheitsminister Spahn.

Wer in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland kam, soll sich isolieren, fordert Bundesgesundheitsminister Spahn.

Südafrika und acht weitere Staaten im südlichen Afrika sind ab Sonntag Virusvariantengebiet, ab dann gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Doch Nochgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert auch an all jene, die gerade aus Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Eswatini, Lesotho, Malawi und Mosambik zurückgekommen sind, sich zu isolieren.

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„Wir können Reisende, die in den vergangenen ein, drei, zehn Tagen aus Südafrika nach Deutschland gekommen sind, nur bitten, sich freiwillig zu isolieren und Kontakte zu reduzieren“, sagte er in Anspielung auf die in Südafrika entdeckte neue Variante des Coronavirus, B.1.1.529. Eine generelle Quarantänepflicht greift erst Mitternacht Samstag auf Sonntag, doch bereits am Samstag, 27. November, können lokale Gesundheitsämter Quarantäne und einen Corona-Test für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den acht Staaten anordnen.

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Auch weitere Länder in Afrika werden Virusvariantengebiete

Nach deutschem Plan gelten Südafrika, Namibia, Botswana und Co ab Mitternacht von Samstag zu Sonntag als Virusvariantengebiet, damit greift ein Beförderungsverbot. Nur deutsche Staatsangehörige und jene, die über einen dauerhaften Aufenthaltstitel in Deutschland verfügen, dürfen dann aus den betroffenen acht Staaten direkt nach Deutschland geflogen werden.

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Die EU hingegen erwägt noch weitreichendere Maßnahmen – nämlich einen generellen Stopp des Flugverkehrs zwischen Europa und dem südlichen Afrika. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter an. Dann dürften generell keine Flugzeuge aus dem südlichen Afrika mehr in Europa landen – auch deutsche Reisende würden dann festsitzen und könnten nur über Drittländer wieder einreisen. „Den Flugverkehr zu stoppen kann per Rechtsgrundlage nur die EU anordnen“, sagte Spahn am Freitagvormittag. „Wir halten die deutsche Regelung aber zunächst für ausreichend.“

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Südafrika wird kurz vor Start der Hauptsaison Virusvariantengebiet

Expertinnen und Experten fürchten, dass es sich bei der neuen Virusvariante B.1.1.529, auch Omikron genannt, um eine hochansteckende Mutation handelt, gegen die Impfstoffe weniger Schutz bieten. Das müsse nun herausgefunden werden – bis dahin sei ein schnelles Handeln im Reiseverkehr aber notwendig, sagte Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts. „Wir sind sehr besorgt.“ Die WHO hat eine Krisensitzung einberufen.

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Südafrika, Namibia, Botswana und Co trifft die Einstufung als Virusvariantengebiet kurz vor Start der Hauptsaison, die im Dezember beginnt, hart – wie bereits im vergangenen Jahr, als die Beta-Variante in Südafrika entdeckt wurde. „Das ist für das Land enorm schwierig, das wissen wir. Deshalb danken wir Südafrika besonders für die Transparenz und wie schnell und zuverlässig kommuniziert wurde“, sagte Spahn. Er kündigte an, Südafrika unterstützen zu wollen.

RND/msk

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