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Ferienwohnungen für Sommer werden an der Küste teils schon knapp

Heiligenhafen: Blick auf Ferienhäuser. In Schleswig-Holstein sind viele Ferienwohnungen bereits ausgebucht.

Obwohl der Sommer noch weit in der Ferne scheint, verzeichnen vor allem die Tourismusorte an den Küsten Schleswig-Holstein eine höhere Nachfrage als in den vergangenen Jahren zuvor. Statt einer Vorbuchungsquote von 30 Prozent für Unterkünfte liegt der Wert zum Jahreswechsel diesmal um weitere 10 Prozentpunkte höher, berichten die „Kieler Nachrichten“ (KN). Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind viele beliebte Urlaubsorte gut nachgefragt. Für Reisende mit besonderen Wünschen könnte es bereits schwierig werden, die passende Unterkunft zu finden.

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Besonders gut stehe es um die Buchungen an der Eckernförder Bucht. Für die Hauptsaison im Juli und August sei bereits die Hälfte von dem, was im Sommer an Umsatz überhaupt möglich ist, eingenommen, berichtet Stefan Borgmann, Eckernfördes Touristikchef. Der damit die Provision meint, die die Eckernförder Touristik- und Marketinggesellschaft (ETMG) für die Vermittlung der Privatquartiere kassiert. Insgesamt gibt es davon 271 in dem Ostseebad und 265 in der Umgebung. Wer eine Ferienwohnung mit Meerblick oder zentral in der Innenstadt sucht, müsse sich bereits jetzt ranhalten.

Modellregionen 2021 hatten gute Auswirkungen auf Tourismus in Schleswig-Holstein

Auch Kiel habe über 60 Prozent mehr Vorbuchungen für den Sommer als noch ein Jahr zuvor, sagt Eva Zeiske, Sprecherin von Kiel-Marketing, gegenüber den „KN“. Diese Zahl beziehe sich auf die rund 100 Privatvermieterinnen und -vermieter in der Landeshauptstadt, die Kiel-Marketing vermittelt. Hotels würden üblicherweise kurzfristiger gebucht.

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Alle Akteure und auch die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) sind sich einig: Durch die Modellregionen 2021 habe sich das Land als attraktives und sicheres Reiseziel etabliert. Daher bestehe bereits jetzt die hohe Nachfrage für die Sommersaison 2022.

Mecklenburg-Vorpommern: Später Start in Sommer 2021 verunsichert Reisende auch 2022

Ähnlich sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus. „Ferienwohnungen sind bereits jetzt besser gebucht als Hotelübernachtungen“, sagt Lars Schwarz, Präsident von Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Bei Übernachtungen im Hotel sei der Unterschied, dass vor allem jene mit sehr kurzfristigen Stornierungsmöglichkeiten eher nachgefragt werden als andere.

Denn noch seien die Gäste verunsichert und würden schon jetzt ziemlich konkrete Fragen gestellt, die derzeit noch nicht beantwortet werden können: Was ist an Ostern und im Sommer möglich? Was ist geöffnet, was nicht? Denn anders als in Schleswig-Holstein war der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr erst deutlich später gestartet und nur unter strengen Auflagen möglich. Derzeit sind Reisen in das Bundesland an der Ostsee möglich. „Wir gehen auch davon aus, dass wir geöffnet bleiben. Aber alle anderen Fragen sind davon abhängig, wie schnell die Omikron-Welle abklingt“, so Schwarz.

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Grundsätzlich sei alles, was an der Küste liegt, immer besser gebucht als Reiseziele im Binnenland, beispielsweise auf Rügen, Usedom oder Zingst. Eine genaue Aussage über die Vorbuchungsquote könne Schwarz aber nicht treffen: „Es gibt Häuser, die sagen, sie hätten in der Saison bereits eine Vorbuchung von 40 Prozent. Aber es gibt auch Aussagen aus einigen Betrieben, die eine deutlich schlechtere Nachfrage haben als sogar vor der Corona-Pandemie. Somit werden sich die Vorbuchungen etwa zwischen 20 und 40 Prozent abspielen.“

Tendenziell blickt Schwarz aber der Sommersaison zuversichtlich entgegen, denn Deutschland-Urlaub liege weiterhin voll im Trend. So konnte auch Mecklenburg-Vorpommern laut Schwarz neben den Stammurlaubenden auch viele neue Besucherinnen und Besucher während der Pandemie für sich gewinnen.

RND/bv

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