Flughafen-Chaos

Verkehrsminister warnt vor Personalengpässen an Flughäfen

Im Düsseldorfer Flughafen stehen Menschen an Schaltern zum Einchecken. Dort wurde ein Peiner festgenommen.

Im Düsseldorfer Flughafen stehen Menschen an Schaltern zum Einchecken.

Berlin. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat vor Personalengpässen in der Reise- und Verkehrsbranche in den Sommerferien gewarnt. Der „Bild am Sonntag“ sagte Wissing: „Hier treffen zwei Punkte aufeinander - zum einen Menschen, die nach all den Entbehrungen und Einschränkungen während der Corona-Pandemie einen großen Nachholbedarf verspüren, unterwegs zu sein und zu reisen. Demgegenüber steht vor allem die Reise- und Verkehrsbranche, die während Corona quasi lahmgelegt war und Mitarbeiter verloren hat.“

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Vor allem im Luftverkehr habe man diese Lücke noch nicht schließen können. Der Minister forderte eine „Jobinitiative zur Gewinnung von Fachkräften“ und eine Modernisierung der Infrastruktur.

Auch international gibt es Engpässe: Am Flughafen Amsterdam-Schiphol waren Ende April zu viele Stellen bei der Sicherheitskontrolle unbesetzt.

Auch international gibt es Engpässe: Am Flughafen Amsterdam-Schiphol waren Ende April zu viele Stellen bei der Sicherheitskontrolle unbesetzt.

Bodenpersonal fehlt an allen Ecken und Enden

Hintergrund ist der Personalmangel - von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern, es fehlen Mitarbeiter, die sich in der Pandemie andere Jobs gesucht haben.

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„Über alle Standorte hinweg fehlen den Dienstleistern, die an der Abfertigung der Passagiere beteiligt sind, rund 20 Prozent Bodenpersonal im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. Das kann vor allem beim Check-in, beim Beladen der Koffer und in der Luftsicherheitskontrolle zu Engpässen in Spitzenzeiten führen“, hatte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, der Deutschen Presse-Agentur jüngst gesagt. Die Flughafenbetriebsräte schätzen den Gesamtbedarf auf 5500 Leute bundesweit.

Beisel betonte in der „Bild am Sonntag“, dass wegen der strengen Sicherheitsauflagen für die Stellenbesetzung an Flughäfen, der sogenannten Zuverlässigkeitsüberprüfung, Mitarbeitende gar nicht von heute auf morgen eingestellt werden könnten. Zuletzt plante die Luftverkehrsbranche, den Personalmangel mit 2000 Leiharbeitenden aus der Türkei abzumildern.

RND/dpa

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