DFB-Auftakt gegen Japan

„One Love“-Verbot: Neuer versteckt Kapitänsbinde unter Trikot – Linienrichter prüft nach

Einer der Linienrichter im Spiel Deutschland gegen Japan hat bei Manuel Neuer nochmal genau nachgeprüft, ob der DFB-Kapitän auch wirklich auf die von der Fifa verbotenen „One Love“-Binde verzichtet hat.

Einer der Linienrichter im Spiel Deutschland gegen Japan hat bei Manuel Neuer nochmal genau nachgeprüft, ob der DFB-Kapitän auch wirklich auf die von der Fifa verbotenen „One Love“-Binde verzichtet hat.

Doha/Hannover. Vor Anpfiff der Auftaktpartie der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar hat es vor allem ein Thema gegeben: das Fifa-Verbot der „One Love“-Kapitänsbinde. Auch wenn der DFB deshalb seinen Rückzug von der Aktion verkündete, stellten sich viele vor Anpfiff die große Frage: Wird DFB-Kapitän Manuel Neuer trotz massiver Sanktionsdrohungen die Binde tragen oder nicht?

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Neuer ließ die Zuschauer und Zuschauerinnen lange im Dunkeln. Der Nationaltorhüter trug die Binde beim Auflaufen verdeckt unter dem Ärmel seines Trikots. Nur wer nah dran war oder ganz genau hinschaute, konnte erkennen: Neuer hatte die von der Fifa gestellte Binde mit der Aufschrift „No Discrimination“ um. Auch die Mannschaftsführer der Niederlande, Englands, Wales‘ und Dänemarks hatten sich bereits bei ihren Auftaktpartien für die offiziellen Fifa-Binden entschieden.

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Linienrichter prüft nochmal nach

Protestlos blieb der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft allerdings nicht. Als deutliches Zeichen gegen das „One Love“-Verbot der Fifa hielten sich die DFB-Spieler beim offiziellen Mannschaftsfoto kollektiv den Mund zu.

Zu dem Zeitpunkt schien allerdings das Schiedsrichtergespann noch nicht mitbekommen zu haben, für welches Binden-Modell sich Neuer entschieden hatte. Offensichtlich vom Weltverband genau instruiert, lief einer der Linienrichter zu Neuer in den Strafraum und überprüfte dort dessen Kapitänsbinde am Arm.

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Die „One Love“-Aktion wurde vor der WM vom niederländischen Verband initiiert. Neben Deutschland schlossen sich auch England, Wales, Belgien, Dänemark und die Schweiz an. Die Fifa hatte das kurzfristige Bindenverbot mit den von allen Teilnehmern anerkannten WM-Regularien begründet.

Explizit hob die Fifa in einer Mitteilung den Artikel 13.8.1 der Ausrüstungsregeln hervor: „Für Fifa-Finalwettbewerbe muss der Kapitän jeder Mannschaft eine von der Fifa gestellte Armbinde tragen.“ Die Fifa unterstütze Kampagnen wie „One Love“, aber dies müsse im Rahmen der allen bekannten Regeln erfolgen.

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RND/jst

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