3. Liga

1:3 gegen den SC Verl: Der TSV Havelse ist so gut wie abgestiegen

Der erste Rückschlag: TSV-Keeper Norman Quindt muss den Verlern beim Feiern zusehen.

Der erste Rückschlag: TSV-Keeper Norman Quindt muss den Verlern beim Feiern zusehen.

Hannover. Das dürfte es für den TSV Havelse gewesen sein. Das von den Garbsenern selbst zum Endspiel stilisierte Kellerduell gegen den Vorletzten SC Verl haben sie verloren. Sang- und klanglos. Mit 1:3 (0:2). Nach einer Leistung, die wenig Hoffnung darauf macht, dass die Mannschaft von Trainer Rüdiger Ziehl die sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer in der 3. Liga noch aufholen kann. Die knapp 80 mitgereisten Gästefans unter den insgesamt nur 402 Zuschauenden durften hingegen zum ersten Mal nach acht sieglosen Spielen in Folge wieder feiern. Ihre Gesänge waren das i-Tüpfelchen auf einen verkorksten Nachmittag.

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Petkov trocken zum 0:1, Piwernetz verletzt raus

Die ersten Minuten gehören Verl, die im 4-3-3 viel Druck erzeugen und Havelse tief hinten rein drücken. Die Gastgeber wirken schläfrig, scheinen dem Druck nicht gewachsen zu sein. Die Führung deutet sich nicht an, fällt aber in der 12. Minute. Ein langer Einwurf fällt Leonardo Gubinelli auf den Fuß, springt durch die Luft – und direkt zu Lukas Petkov, der den Ball direkt und humorlos ins Tor hämmert.

Havelse muss mehr machen, Havelse macht mehr. Allerdings offenbart sich auch im Kellerduell, wo die TSV-Schwachstelle Nummer eins ist: Nur 25 erzielte Tore in 31 Partien sprechen eine nur allzu deutliche Sprache. Und so hält das Havelser Hoch nicht lange an, stattdessen muss der Gastgeber Mitte der ersten Hälfte den nächsten Schockmoment verdauen. Nils Piwernetz bleibt nach einem Zweikampf am Boden, dass es für ihn nicht weitergeht, war schnell klar. Niklas Tasky kam in die Innenverteidigung (26. Minute).

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Putaro vom Punkt zum 0:2, Jaeschke verpasst Anschluss

Und es kam noch dicker. Weil Noah Plume im Strafraum gegen Joel Grodowski das Bein stehen lässt, zeigt Schiedsrichter Patrick Kessel völlig zurecht auf den Punkt. Leandro Putaro verlädt TSV-Keeper Norman Quindt, hämmert den Ball trocken in die Mitte (34.).

Das 2:0 zur Pause ist völlig verdient. Havelse hatte nur eine nennenswerte Torchance, als Yannik Jaeschke SC-Keeper Niclas Thiede nach einer Gubinelli-Ecke zur Parade zwingt (42.). Statt den Anschlusstreffer zu sehen, sangen die mitgereisten Verl-Fans: „Oh, wie ist das schön!“

Ochojski macht in Minute 66 den Deckel drauf

Hatten viele vor allem die Emotionalität in der ersten Hälfte vermisst, bissen sich die Havelser nach dem Seitenwechsel zumindest in die Partie. Und doch hat Verl nicht viel Mühe, die Führung zu verteidigen, das Havelser Umschaltmoment kommt überhaupt nicht zum Tragen. Verl verlegt sich aufs Kontern – und macht in der 66. Minute den Deckel drauf. Nico Ochojski lässt drei Havelser stehen, zieht in die Mitte und schließt sehenswert ins lange Eck zum 0:3 ab.

Das 1:3 durch einen Kopfball des eingewechselten Torben Engelking nach einer Jaeschke-Ecke fällt erst in der 81. Minute – und damit viel zu spät. Die Verler Fans jedenfalls sangen einfach weiter. Bei ihnen lebt die Hoffnung nach dem Endspiel.

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„Das müssen wir uns ankreiden lassen“

„Ich habe ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Wir haben den Abstiegskampf angenommen und fahren zufrieden nach Hause“, sagte SC-Trainer Michel Kniat. „Unsere Leistung war nicht gut genug, um hier heute etwas Zählbares mitnehmen zu können. Das müssen wir uns ankreiden lassen“, sagte TSV-Trainer Rüdiger Ziehl.

TSV Havelse: Quindt (Note 4) – Riedel (4), Arkenberg (5), Teichgräber (4), Piwernetz (5, 26. Tasky 5) – Gubinelli (4, 61. Düker 4), Plume (5, 77. Meyer) – Langfeld (5, 77. Meyer), Jaeschke (5), Froese (5) – Lakenmacher (5).

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