Fußball-Bezirksliga

Cool bleiben im hitzigen Derby: Egestorfer Reserve fordert TSV Barsinghausen heraus

Seitenwechsel: Torhüter Julian Lenz klärt hier noch in der Vorsaison als Kapitän der Egestorfer Reserve. Nun trifft er mit dem TSV Barsinghausen auf seine vorherige Mannschaft.

Seitenwechsel: Torhüter Julian Lenz klärt hier noch in der Vorsaison als Kapitän der Egestorfer Reserve. Nun trifft er mit dem TSV Barsinghausen auf seine vorherige Mannschaft.

Langreder. Derbys haben stets eine ganz eigene Geschichte. Das gilt auch für die Duelle zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und dem TSV Barsinghausen. Auch wenn am Sonnabend ab 15 Uhr nicht die erste Mannschaft der Germanen im Einsatz ist, sondern lediglich die Bezirksliga-U23, birgt dieses Kräftemessen einen ganz speziellen Reiz. „Ich habe schon das Gefühl, dass unsere Jungs etwas aufgeregt sind“, gibt TSV-Coach Toni Pagano zu. Es sei vor allem ein Kopfspiel. „Es geht für beide Seiten um eine ganze Menge, schließlich will man das beste Barsinghäuser Team in der Staffel sein.“ Auch der Egestorfer Trainer Pascal Herting weiß um den Stellenwert dieser Partie: Nach dem Umbruch im Sommer seien zwar nicht mehr ganz so viele übrig, die dieses Stadtduell kennen würden, „aber Derby bleibt Derby“.

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Einer, der beide Seiten kennt, ist Gästekeeper Julian Lenz. Der 30-Jährige wechselte im Sommer von den Germanen zum TSV, nach insgesamt achteinhalb Jahren in Egestorf (unterbrochen von einem anderthalbjährigen Intermezzo beim SV Bavenstedt), und erlebt dieses Spiel nun erstmalig von der anderen Seite aus. „Es sind immer besonders heiße Duelle“, so Lenz. Und es gehe nicht nur ums Prestige. „Die Egestorfer können uns die erste Saisonniederlage zufügen und dadurch selbst weiter ganz oben mitmischen.“ Er geht aber optimistisch ins Derby, denn „in den direkten Duellen gegen die Top-Teams sind wir stark“. Beim TSV habe er sich schnell und gut eingelebt. „Mir ist von Trainerseite alles realistisch und authentisch geschildert worden“, sagt Lenz. Das sei allerdings auch nötig und wichtig gewesen. Denn nach so einer langen Zeit bei der Germania überlege man es sich zweimal, zum Erzrivalen zu wechseln. „Von meinen Kumpels in Egestorf kriege ich natürlich auch immer noch den einen oder anderen Spruch gedrückt, aber das ist okay“, sagt der Torwart. „Es sind ja meine Freunde, mit denen ich auch privat etwas unternehme.“

Duell auf Augenhöhe erwartet

Mit einem Duell auf Augenhöhe rechnet der Germanen-Trainer: „Barsinghausen hat das reifere Team. Es wird wichtig sein, dass wir es schaffen, 90 Minuten lang konzentriert zu verteidigen, ohne nachlässig zu sein“, sagt Herting. „Dass es zur Sache geht, gehört dazu. Ich werde meine Jungs aber ermahnen, cool zu bleiben, auch wenn es mal hitzig werden sollte.“

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Dass aufseiten der Gäste zentrale Spieler wie Robert Just, Felipe Böttcher und Robin Abram fehlten, sei sicher nicht von Nachteil. Aber unterm Strich sei der Barsinghäuser Kader auch in der Breite extrem stark besetzt. „Und für mich ist der wichtigste Mann beim TSV ohnehin Tobias Kienlin.“ Bei der Germanen-U23 fehlen definitiv der gesperrte Marceau Kristeleit und Maurice Lapöhn (berufsbedingt).

Pascal Herting „ein richtig guter Fang“

Pagano zollt den Egestorfer für deren bisherige Leistungen großes Lob. „Dass sie nach diesem Mega-Umbruch so gut starten, hat mich etwas überrascht. Aber das spricht für die Mannschaft – und für den Trainer.“ Mit Herting habe die Germania einen „richtig guten Fang“ gemacht. „Wir wollten Pascal ja nicht von Ungefähr auch in unser Trainerteam holen.“ Als Sturmoptionen für die fehlenden Just und Böttcher habe er außer Youngster Leon Büsing noch Benjamin Hartmann und Kienlin. „Aber dass Robert fehlt, ist für uns doppelt bitter. Zum einen, weil er eiskalt vor dem Tor ist, zum anderen, weil er sich mit Tobi Kienlin blind versteht und ihm schon einige Tore aufgelegt hat.“

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Von Jens Niggemeyer

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