Handball, 3. Liga

14 Hinz-Tore reichen HHB nicht zur Überraschung

Eins von 14: Julius Hinz ist oft allein auf weiter Flur.

Eins von 14: Julius Hinz ist oft allein auf weiter Flur.

Burgwedel/Burgdorf. Auch das nächste Spitzenteam der 3. Liga wurde von Handball Hannover-Burgwedel in Schwierigkeiten gebracht. Zumindest vorübergehend. Nach einem packenden Kampf verlor die Mannschaft von Carsten Schröter gegen den Tabellenzweiten Eintracht Hildesheim mit 24:26 (11:13). "Es war wie gegen Vinnhorst und Magdeburg. Wir spielen gut, stehen am Ende aber mit leeren Händen da", ärgerte sich der HHB-Coach.

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Nach einem Sechs-Tore-Rückstand hatten die Gastgeber nach dem 21:22-Anschlusstor vom an diesem Tag mit Abstand besten Werfer Julius Hinz (55. Minute) sogar die Chance zum Ausgleich, erlaubten sich aber einen letztlich teuren technischen Fehler, den die Gäste zwei Minuten vor dem Ende mit dem 24:21 bestraften. So kurz nach dem 20:20 am vergangenen Mittwoch im Spitzenspiel bei Tabellenführer TuS Vinnhorst hatten sich die vom früheren Burgwedel-Coach Jürgen Bätjer trainierten Domstädter die Aufgabe sicherlich leichter vorgestellt.

88 Sekunden lassen Partie kippen

Bis zum 11:10 durch Daniel Bruns (26.) lieferte Burgwedel dem Aufstiegsmitfavoriten ein offenes Spiel. „Wir haben Hildesheims Abwehr gut in Bewegung gebracht“, sagte Schröter. Knackpunkt waren 27 Sekunden vor und 71 nach der Pause, in denen sich die Eintracht von 11:11 auf 15:11 absetzte. HHB benötigte bis zur 40. Minute (12:18), um den Schock zu verdauen und stemmte sich dann gegen die Niederlage. Torhüter Eric Frommeyer entschärfte einige Würfe von Marko Bagaric, und Tor um Tor schmolz der Rückstand. Doch am Ende reichte es nicht mehr zur Wende. Schröter wusste den Grund: „Wir haben zwei, drei Fehler zu viel gemacht.“ An den Schiedsrichtern lag es für ihn nicht: „Die waren richtig gut.“

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HHB: Frommeyer, Olms – Hinz (14 Tore/5 Siebenmeter), Koch (3), Marx, ­Linderkamp (je 2), Bruns, Kastening, Krenke (je 1), Czens, Wohlt, Reinsch, ­Intemann, S. Schröter

Die TSV Burgdorf II gewann bereits am Freitag mit 35:33 beim SC Magdeburg II (19:21). Es war ein hochdramatisches Spiel, in dem die Jungrecken fünf Minuten vor Schluss das Tor zum 32:33-Rückstand kassierten und der Ex-Magdeburger Renars Uscins Sekunden später einen Siebenmeter verwarf. "Im Nachhinein war das ein Glücksfall", sagte Co-Trainer Sven Hylmar. Der Ball klatsche an die Latte, die TSV-Reserve schnappte sich den Abpraller, und die Gastgeber kassierten obendrein eine Zeitstrafe. Matteo Ehlers nutzte die Überzahl zum Ausgleich (56.).

In der Folge hatten beide Chancen, ehe Uscins seinen Fehlwurf 84 Sekunden vor Schluss mit dem 34:33 wettmachte. Die Abwehr eroberte erneut den Ball, Ehlers machte den Sack zu. „Die Jungs hatten eine tolle Moral, der Wille zum Sieg war ungebrochen”, lobte Hylmar.

Krimi wäre vermeidbar gewesen

Die TSV hätte sich den Krimi allerdings ersparen können. Beim 4:3 (5.) traf Daniel Weber zur ersten Führung, die Justus Fischer nach 18 Minuten auf 15:10 erhöhte. „Bis dahin haben wir es gut gemacht“, lobte der Co-Trainer. Dann riss der Faden. Es häuften sich die technischen Fehler, die Magdeburger kamen ins Tempospiel und hatten die Partie beim Gang in die Kabinen zum 21:19 gedreht. „Nicht akzeptabel“, fand Hylmar das und wählte in der Pause die richtigen Worte.

Zurück auf dem Feld, knüpfte seine Sieben an den guten Beginn an. Die Deckung packte wieder zu, und einen 4:0-Lauf krönte erneut Weber in der 41. Minute mit dem 26:24. Dieser Vorsprung hielt bis zum 32:30 (53.), ehe der SCM II eine Zeitstrafe gegen Kory Ayar wieder zur 33:32-Führung nutzte. Am Ende jubelte dennoch die TSV, und Hylmar war zufrieden: „Wir gehen auf jeden Fall mit 4:0 Punkten in die Abstiegsrunde.“

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TSV Burgdorf II: Wernlein, Reichenbach, Buschhorn – Uscins (8/2), Schröder, ­Fischer, Maelecke (je 5), Ehlers, Weber (je 4), Wunsch (3), Ayar (1), Wollny, ­Juric, Kollmeier, Kraft

Von Uwe Serreck

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