„Anspannung löst sich“

18:6 in Potsdam: Waspo 98 mit Aufwärtstrend nach Ladehemmung im Topspiel

Die Niederlage in Spandau hatte Marko Macan (links) und Ivan Nagaev etwas ratlos zurückgelassen.

Die Niederlage in Spandau hatte Marko Macan (links) und Ivan Nagaev etwas ratlos zurückgelassen.

Hannover. Es sind die ersten Schwimmzüge aus dem Wellental, so sagt es Trainer Karsten Seehafer. Nach der 6:10-Pleite im Bundesliga-Topspiel bei Spandau 04 am Freitag spielte Waspo 98 beim OSC Potsdam klar verbessert. „Es war ein Aufwärtstrend erkennbar“, sagte Seehafer nach dem 18:6 (4:3, 5:1, 5:0, 4:2).

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Waspo schonte erneut Torhüter Moritz Schenkel sowie Julian Real, Petar Muslim und Darko Brguljan waren mit vier Treffern die erfolgreichsten Werfer. „Jetzt müssen noch Konstanz, Eleganz und Spaß dazu kommen, dann sind wir wieder zurück“, so Seehafer. Vier Partien hatte Waspo in der vergangenen Woche binnen fünf Tagen, der Coach hat die Zeit für Gespräche genutzt. „Es gibt ja Phasen der Anspannung in einer Saison. Und diese Anspannung löst sich nun langsam, das ist gut“, so Seehafer.

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In der Schöneburger Schwimmhalle bei Dauerrivale Spandau war der Meister gekentert, am Ende hieß es 6:10 (1:3, 1:2, 1:4, 3:1) aus des deutschen Meisters. „Spandau war besser“, resümierte Waspos Vorsitzender Bernd Seidensticker.

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Hannover begann ordentlich, der gute Niclas Schipper scheiterte jedoch mit zwei Rückhandwürfen an Berlins Keeper Laszlo Baksa. Waspo schonte Center Jorn Winkelhorst und Stammkeeper Schenkel, für ihn machte Kevin Götz (insgesamt elf Paraden) seine Sache gut. Spandau war aber gefährlicher, fand öfter Lücken, spielte schneller und präziser. Muslim erzielte in Überzahl das 1:2, Phillip Kubisch verkürzte in ähnlicher Situation im zweiten Viertel auf 2:4. Mehr gelang Waspo bis zum Wechsel in einer Partie mit vielen Aluminiumtreffern auf beiden Seiten nicht. „Da war Ladehemmung dabei, wir treffen fast zwei Viertel nicht. Ohne Tore kein Druck auf den Gegner, so kam Spandau nicht in Bedrängnis“, sagte Coach Seehafer.

Drei Treffer schluckte der Triple-Sieger der Vorsaison im dritten Abschnitt in Reihe, damit die Partie beim Stand von 2:8 entschieden. Bezeichnend: Als zwei Spandauer eine Strafzeit verbüßten, scheiterte Waspo dennoch an Baksa, Spannend wurde es aber noch einmal, als Hannovers Marko Macan und Spandaus Marco Stamm aneinandergerieten. Macan hatte gerade die Zeitstrafe kassiert und drehte ab, aber Stamm hielt sich an ihm fest und versuchte offenbar, wild fuchtelnd eine Tätlichkeit des Kroaten vorzutäuschen – so jedenfalls hatte es Seidensticker gesehen. Daraufhin geriet Macan tatsächlich in Wut und kam dem Spandauer bedrohlich nahe. Zum Äußersten jedoch ließ er sich nicht hinreißen.

Und Waspo ließ sich in der Folge zumindest nicht hängen. „Unsere Ansätze waren besser als in den letzten Spielen“, so Seehafer. Schipper, Aleksandar Radovic, Brguljan sowie Fynn Schütze trafen noch. „Das war kämpferisch okay, besonders die Jungen haben überzeugt“, resümierte Seidensticker.

Von Stefan Dinse

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