Abstiegsrunde der 3. Liga

Durchatmen: Handball Hannover-Burgwedel löst schwierige Aufgabe gegen Bad Neustadt

Einfach kann ja jeder: Der Burgwedeler Corven Krenke (von links) versucht, gegen die HSC-Spieler Benjamin Herth und Filip Susnjara eine Lücke zu finden.

Einfach kann ja jeder: Der Burgwedeler Corven Krenke (von links) versucht, gegen die HSC-Spieler Benjamin Herth und Filip Susnjara eine Lücke zu finden.

Burgwedel. Seine Heimstärke hat Handball Hannover-Burgwedel erneut unter Beweis gestellt und einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Mannschaft von Carsten Schröter blieb auch im dritten Heimspiel der Abstiegsrunde 4 der 3. Liga ungeschlagen und gewann mit 26:23 (14:12) gegen den HSC Bad Neustadt. „Es war bisher das schwierigste Spiel. Ich musste wechseln wie beim Eishockey“, sagte der HHB-Coach. Geschuldet war das einer komplizierten Trainingswoche mit vielen kranken Spielern und den Verletzten Johannes Marx sowie Lennart Koch, sodass Schröter die Belastung verteilen musste.

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Trotz der nicht optimalen Vorbereitung warf Burgwedel kämpferisch alles in die Waagschale und legte mit einer starken Abwehr den Grundstein für den doppelten Punktgewinn. Nur beim 1:1 in der zweiten Minute glichen die Unterfranken einmal aus. Danach gab Burgwedel den Ton an, Philip Reinsch erhöhte auf 7:4 (12. Minute). In der Folge schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten im Spiel der Gastgeber ein, sodass es mit 14:12 in die Kabine ging.

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„Es waren mir zu viele Gegentore“, fand der Trainer einen Kritikpunkt. Die Pause tat der Burgwedeler Mannschaft dann offensichtlich gut, denn der HHB machte nun kaum noch technische Fehler, provozierte etliche Zeitstrafen und erhöhte auf 22:16 (43.). Im Gefühl des sicheren Sieges wurde die Mannschaft im Angriff etwas nachlässig. „Wir müssen uns das nach hinten raus nicht so schwer machen, aber wir vergeben fünf hundertprozentige Chancen und drei Siebenmeter“, ärgerte sich Schröter.

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Am Sieg, mit dem das HHB-Team sein Punktekonto ausglich, änderte das allerdings nichts mehr. „5:5 Zähler sind eine schöne Ausbeute“, freute sich der Coach. Getrübt wurden der Erfolg nur durch den Baunataler Sieg bei der TSV Burgdorf II. In der Woche nach Ostern gastiert die Burgwedeler Mannschaft beim Team von Eintracht Baunatal. Obwohl nur ein weiterer Sieg die Chancen am Leben hält, bleibt Schröter gelassen: „Ich bin Realist und weiß, dass wir jetzt alles gewinnen müssen. Baunatal ist eigentlich besser als wir, deshalb haben die den Druck.“ Was dem HHB-Coach Mut macht für die nächsten Wochen: „Die Mannschaft präsentiert sich gut. Alle haben Spaß.“

TSV Burgdorf II geht am Ende die Kraft aus

Nicht so gut lief es für die TSV Burgdorf II, die durch die 32:33 (14:17)-Niederlage im Heimspiel der Abstiegsrunde gegen Eintracht Baunatal eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt verpasste. "Es war der erwartet stärkste Gegner", sagte Trainer Heidmar Felixson. Mit dem Spiel seines Teams in der ersten Hälfte war er trotzdem nicht einverstanden: "Da haben wir zu viele technische Fehler gemacht."

So war die anfängliche 5:4-Führung (10.) nur vier Minuten später beim 5:8 schon wieder dahin. Die Jungrecken kämpften und verkürzten mehrfach im Verlauf der ersten Hälfte auf einen Treffer, brachten sich aber durch ihre Fehler immer wieder ins Hintertreffen. Deshalb blieb es auch beim Drei-Tore-Rückstand zur Halbzeit. Die Gastgeber kamen aggressiver aus der Kabine und belohnten sich mit dem zweimaligen Ausgleich zum 23:23 (42.) und 24:24 (44.) durch Joel Wunsch beziehungsweise Justin Wollny. Genau zur Unzeit schlichen sich dann wieder Fehler ins Spiel der TSV ein. „Wenn wir in Führung gehen, glaube ich, dass wir das Spiel drehen“, sagte Felixson. Stattdessen setzten sich wieder die Hessen mit 30:27 (53.) ab. Beim 30:31 (57.) war die Burgdorfer Mannschaft wieder dran, es fehlte ihr jedoch die Kraft, um sich in der verbleibenden Zeit noch mit dem Ausgleich zu belohnen.

Von Uwe Serreck

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