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3. Liga

Trainer Rüdiger Ziehl verlässt den TSV Havelse am Saisonende

Getrennte Wege: Rüdiger Ziehl wird den TSV Havelse im Sommer verlassen.

Getrennte Wege: Rüdiger Ziehl wird den TSV Havelse im Sommer verlassen.

Garbsen. Fußballer an sich gehen während ihrer Laufbahn viele Ehen auf Zeit ein, Trainer bilden da keine Ausnahme. Der Vertrag von Rüdiger Ziehl war von vorneherein auf zwei Jahre befristet – er gilt allerdings nur für die 3. Liga. Natürlich hatten sie beim TSV Havelse ge­hofft, ihren Coach über den Sommer hinaus halten zu können. Vergeblich. Am Tag vor dem Spiel in Halle (Samstag, 14 Uhr) haben sie beschlossen, dass die Ehe auf Zeit über das eine Jahr nicht hinauskommt.

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„Möchte im Profifußball bleiben“

Es ist nicht so, dass der Fußballlehrer und der Klub aus Garbsen sich nicht mehr ausstehen können, was in einer Ehe ja vorkommen soll. Sie sind vielmehr an einer Kreuzung angekommen, winken sich zum Abschied und gehen in verschiedene Richtungen.

„Ich möchte im Profifußball bleiben“, sagt Ziehl. Genau wie viele seiner Spieler, die das Schaufenster trotz des Abstieges, der am Samstag auch rechnerisch feststehen kann, für sich nutzen konnten. Wirklich überraschend kommt das nicht. „Im Grunde war es klar“, sagt der 44-Jährige: „Und trotzdem bin ich dankbar, dass ich das Vertrauen bekommen und behalten habe.“ Dass er in Hannover bleibt, das Nachwuchsleistungszentrum von 96 ist ja auf der Suche nach einem Fußballlehrer, schließt Ziehl weitgehend aus: „Ich suche etwas im Herrenbereich.“ Lose Ge­sprä­che hätten bereits stattgefunden.

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Zimmermann wird nicht zurückkehren

TSV-Manager Matthias Limbach wirkt ebenfalls aufgeräumt, als er sagt: „Es war ein Entgegenkommen von ihm, sich an unsere Bedingungen anzupassen.“ Und da in der neuen Saison wieder der Amateurfußball auf die Garbsener warte, sei es „keine Überraschung, dass das nichts ist, mit dem man ihn überzeugen kann“.

Fünf Spiele dauert die Abschiedstour, in dieser Zeit will Limbach einen neuen Trainer präsentieren. „Ich bin schon sehr weit damit, wie der Kader in der neuen Saison aussehen könnte. Die Jungs haben es verdient, dass sie wissen, wer im nächsten Jahr ihr Trainer sein wird“, sagt der Manager. Dass Jan Zimmermann, den Ziehl im vergangenen Sommer nach dem Aufstieg in die 3. Liga beerbt hatte, zurückkehrt, „kann ich ausschließen. Wir finden ihn toll, er passt zum TSV, aber er hat sich natürlich auch persönlich weiterentwickelt.“

„... kann spazieren gehen und ein bisschen rumtelefonieren“

Und so sucht Limbach jemanden mit Stallgeruch, der weiß, was ihn in einer Ehe mit den Garbsenern er­war­tet. „Es ist ganz wichtig, dass wir jemanden finden, der ein Gefühl dafür hat, wer wir sind und was uns ausmacht“, sagt Limbach, „und genau darum sind wir keine Perspektive für Rüdiger oder Zimbo.“ Ein paar Kandidaten habe er dennoch schon im Kopf. „Ich habe ja jetzt ein bisschen Zeit über Ostern, kann spazieren gehen und ein bisschen rumtelefonieren“, sagt Limbach.

Das Spiel in Halle rückt ob dieser Personalie beinahe ein wenig in den Hintergrund. Dabei dürfte es nicht der letzte Abschied bleiben. „Ich habe nicht den Eindruck“, erzählt Ziehl von der Trainingswoche, „dass die Jungs sich hängen lassen. Die Mannschaft will sich noch einmal beweisen.“ Schließlich wartet um die nächste Ecke schon die nächste Ehe auf Zeit.

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