Kellerduell in der 3. Liga

Das Duell der Wundertüten: Havelse trifft auf Viktoria Berlin

Im Hinspiel ging es wild zu: In Berlin gewann Havelse um Kianz Froese (vorne) mit 4:3 – an einem Montag.

Im Hinspiel ging es wild zu: In Berlin gewann Havelse um Kianz Froese (vorne) mit 4:3 – an einem Montag.

Garbsen. Für den TSV Havelse geht es an diesem Montag (19 Uhr, Magenta Sport) in der 3. Liga ins nächste Kellerduell, Viktoria Berlin kommt in die HDI-Arena. Die Anreise am Spieltag ist kurz für den Hauptstadtklub aus Lichterfelde, Viktoria ist schon seit dem Wochenende in der Region und hat sich in einem Trainingslager in Barsinghausen auf den TSV vorbereitet. Der neue Trainer Fa­rat Toku wollte jede mögliche Mi­nu­te nutzen, um sein Team kennenzulernen.

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Auch Limbach in Corona-Quarantäne

Weil Viktoria erst am Donnerstag der vergangenen Woche Toku als Nachfolger von Benedetto Muz­zi­ca­to vorgestellt hatte, sind die Berliner für Havelses Sportlichen Leiter Matthias Limbach „eine Wundertüte“. Da habe der TSV „etwas Pech gehabt, weil wir nicht so genau wissen, was da auf uns zukommt“. Das gilt allerdings auch andersherum. Die Havelser haben Corona-Fälle in der Mannschaft, vier bis fünf Spieler werden Trainer Rüdiger Ziehl nicht zur Verfügung stehen. Immerhin: Über das Wochenende hat sich die Lage nicht verschlimmert, umbauen muss der Trainer sein Team dennoch. „Das lässt sich nicht ändern. Wir werden trotzdem eine schlagfertige Mannschaft haben“, sagt er. Auch Limbach wird am Montag nicht in der Arena sein können, er befindet sich selbst in Corona-Quarantäne. „Mir geht es aber gut“, sagte er am Sonntag. Havelse geht als Tabellenletzter (21 Punkte) in die abschließende Partie des 29. Spieltags, die Berliner rutschten am Wochenende unter den Abstiegsstrich (Platz 17 mit 27 Punkten). Allerdings werden Türkgücü München (16.) noch elf Punkte abgezogen. „Wir wollen sie tiefer mit reinziehen und selbst drei Punkte holen. Das ist ja klar“, sagt Ziehl. Viktoria hat eine Partie weniger absolviert der TSV.

Trainingsreiches Wochenende

Ein Spiel am Montag, das be­deu­te­te für die TSV-Akteure ein Trainingswochenende. Am Freitag, Samstag und Sonntag wurde geübt, die heiße Phase vor dem Anpfiff wird am Montag mit einem gemeinsamen Essen eingeläutet. Ein paar Spieler werden vorher noch beruflich eingebunden sein, „das beschränkt sich aber auf eine Handvoll und hat keine Auswirkungen“, sagt Ziehl, der selbst nicht „drum herum reden“ will: „Wir müssen punkten“, unterstreicht er noch mal.

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„Bei Viktoria hat sich zwar der Trainer geändert, aber die Spieler sind ja die gleichen“, sagt Ziehl mit Blick auf den Trainerwechsel beim Gegner. Auch wenn er sich über den neuen Mann auf der Bank von Viktoria „natürlich informiert“ hat, gilt beim TSV: „Wir gucken auf uns“. Das hat im Hinspiel bestens geklappt, Ziehls Team gewann mit 4:3.

Dass Havelse bald auf zwei Topteams trifft, am 30. Spieltag auf Kaiserslautern und am 32. auf Braunschweig, kümmert Ziehl nicht. „Es zählt nur Viktoria“, sagt er. An Spieltag 31 kommt Verl – zum nächsten Kellerduell.

Von Eric Zimmer

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