3. Liga

Klare Niederlage bei 1860 München: TSV Havelse hält nur 45 Minuten mit

Havelse-Keeper Marcel Quindt klärt vor Löwen-Doppeltorschütze Marcel Bär.

Havelse-Keeper Marcel Quindt klärt vor Löwen-Doppeltorschütze Marcel Bär.

München. Nur eine Halbzeit hielt die Gegenwehr des TSV Havelse beim Tabellenvierten 1860 München. Nach der Pause zog der Favorit davon, am Ende stand eine klare 0:3 (0:0)-Niederlage für die Mannschaft von Trainer Rüdiger Ziehl. Während 1860 sich durch den Sieg und gleichzeitige Niederlagen der Konkurrenz sogar im Aufstiegsrennen zurückmeldete, bleibt der TSV abgeschlagen auf dem 19. Tabellenplatz.

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Dabei hatte und machte Havelse zunächst Spaß vor toller Kulisse (15.000 Fans). Nach kurzem Abtasten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch im Grünwalder Stadion. Die Gastgeber hatten zwar erwartungsgemäß deutlich mehr Spielanteile, die erste richtig gute Chance hatte aber der Absteiger. Nach Ballgewinn schaltete der TSV schnell um, der auffällige Kianz Froese schickte Florian Riedel auf die Reise. Dessen Hereingabe fand den freistehenden Fynn Lakenmacher, 1860-Keeper Marco Hille lenkte die Direktabnahme des bulligen Stürmers mit einer überragenden Fußabwehr an den Pfosten (23.). Die Szene war sinnbildlich für das Havelser Spiel, der Außenseiter setzte auf Konter und wurde so immer wieder gefährlich. Lakenmacher (33.) und Froese (40.) hatten weitere gute Gelegenheiten.

„In der ersten Halbzeit haben wir auf Augenhöhe gespielt, hatten gute Umschaltmomente und gute Torchancen. Und das gegen eine richtig gute Mannschaft, dass muss man einfach anerkennen“, sagte Trainer Rüdiger Ziehl. Glück hatte seine Mannschaft kurz vor der Halbzeit. Quasi mit dem Pausenpfiff hatte Stefan Lex die sichere Führung auf dem Fuß, jagte den Ball aus acht Metern aber völlig unbedrängt über das Tor (45.+1). Zuvor war ein abgefälschter Schuss von Marcel Bär bereits knapp am Tor vorbeigestrichen (41.).

Doppelter Bär macht alles klar

Der Havelser Mut wurde im zweiten Durchgang dann jäh gestoppt. Semi Belkahia köpfte eine der zahlreichen 1860-Ecken zur Führung ein (50.). Damit war der Elan der Gäste hin, es spielte quasi nur noch der Favorit. Immer wieder gefährlich wurde es nach Standards und Flanken, Richard Neudecker, Belkahia und Leandro Morgalla scheiterten kurz nacheinander aus wenigen Metern (67.). 1860-Knipser Marcel Bär köpfte knapp drüber (69.). Der Top-Torschütze der 3. Liga (19 Treffer) besorgte schließlich auch die Entscheidung und zeigte seine ganze Klasse. Nach einem missglückten Klärungsversuch traf der Goalgetter aus zehn Metern zum 2:0 (81.). Kurz vor Schluss spazierte er durch die Havelser Abwehr und ließ Quindt keine Chance (89.). „Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass es für 1860 um viel geht, die wollten unbedingt“, sagte Ziehl. „Wir haben kaum noch für Entlastung gesorgt und am Ende verdient verloren.“

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Von Tobias Kurz

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