Riesenjubel in Eldagsen

Geschafft: Die Rollhockey-Frauen von Bison Calenberg spielen um deutsche Meisterschaft

Britt-Stina Brandt (links) und Anna Hartje freuen sich ausgelassen über den Einzug ins Endspiel.

Britt-Stina Brandt (links) und Anna Hartje freuen sich ausgelassen über den Einzug ins Endspiel.

Springe. Tief in der Nacht brannte noch Licht im Eldagser Hotel-Restaurant Berggarten, wo die Frauen des SC Bison Calenberg mit ihrem Trainerteam und dem einen oder anderen Fan des Bundesligisten freudetrunken einen besonderen Rollhockeytag ausklingen ließen. Niemand musste am Samstag zu fortgeschrittener Stunde zur Uhr gucken, denn das Halbfinale der Play-offs war bereits entschieden. In der Best-of-three-Serie gegen die IGR Remscheid legten die Calenbergerinnen nach dem 5:0 zum Auftakt gleich einen 5:2 (5:1)-Heimsieg nach, mit dem sie alles klarmachten und sich ersparten, am Sonntag noch einmal zu einer entscheidenden dritten Partie antreten zu müssen. Zapfenstreich im Berggarten? Nicht nötig.

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Die Bisons können weiter daran basteln, der aus ihrer Sicht bislang erfolgreichen Saison 2021/2022 die Krone aufzusetzen. Auch wenn sie nach ihrem vierten Sieg über die IGR beim vierten Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit beim anschließenden Feiern noch nicht wussten, wer sich ihnen ab dem 23. April in den maximal drei Begegnungen des Endspieles in den Weg stellen wird. Der Gegner der Mannschaft der Trainer Leif Johansson und Milan Brandt wird im anderen Halbfinale zwischen dem RSC Cronenberg und dem TuS Düsseldorf-Nord noch ermittelt, nachdem beide Klubs an den zwei Tagen zuvor jeweils eine Partie für sich entschieden hatten.

Auf jeden Fall wird es einen neuen deutschen Meister geben. Mit den Remscheiderinnen ist der amtierende Titelträger ausgeschieden, besiegt von einem SC-Team, das in der heimischen Sporthalle an der Hindenburgallee etwaige Zweifel am Weiterkommen geschwind ausräumte. Daran konnte auch die schon im ersten Duell herausragende IGR-Torhüterin Annabell Pillenkamp mit zwei gehaltenen Direkten nichts ändern. „Der große Unterschied zu manchem unserer vorherigen Spiele war, dass wir mit unseren Chancen nicht so verschwenderisch umgegangen sind“, sagte Johansson. „Diesmal haben wir sie gleich zu Beginn astrein genutzt.“

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Nach 23 Minuten ist bereits alles klar

Beim Halbfinalstart eine Woche zuvor in Remscheid hatten die Calenbergerinnen nach der ersten Halbzeit mit 2:0 vorn gelegen, auf eigenem Parkett lag der Ball nun schon nach drei Minuten zweimal in Pillenkamps Kasten. Für den frühen Doppelschlag sorgten Anna Hartje und Judit Burgaya Ventura, die danach auch nicht lange brauchte, um die Führung des SCB noch weiter zu erhöhen (6. Minute). Und spätestens nach dem 5:0 durch Hartje (18.) und Kim Alina Henckels (23.) war die Begegnung praktisch entschieden. Kurz vor und kurz nach der Pause konnte Anna Behrendt (23., 28.) für die Gäste nur noch verkürzen.

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In der verbleibenden Spielzeit ließen die Bisons nichts anbrennen. „In der zweiten Halbzeit waren wir erst mit dem Kopf nicht richtig da, zwischendurch wurde es etwas hektisch“, meinte Johansson. „Aber die Mannschaft hat sich wieder gefangen und das Spiel beruhigt. Es war nicht zwingend notwendig, weitere Tore zu schießen.“ Das wird ab dem übernächsten Wochenende schon wieder anders aussehen. Die Vorfreude auf das Finale sei groß, sagte Johansson. „Alle sind happy, jetzt um den Titel zu spielen. Und angesichts der Qualität des Kaders bin ich überzeugt, dass wir es schaffen können.“

Von Dirk Herrmann

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