Oberliga

Großenheidorner Handballer gewinnen merkwürdiges Spiel gegen Vorsfelde

Freie Bahn: MTV-Spieler Niklas Hermann hat sich am Kreis durchgesetzt und nur noch den Vorsfelder Torwart Thomas Krüger vor sich.

Freie Bahn: MTV-Spieler Niklas Hermann hat sich am Kreis durchgesetzt und nur noch den Vorsfelder Torwart Thomas Krüger vor sich.

Großenheidorn. Nach der langen Spielpause ist den Männern des MTV Großenheidorn der Wiedereinstieg in den Liga-Alltag der Oberliga gelungen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lux feierte am Samstagabend in der Wunstorfer Meerfestung einen klaren 33:23 (17:13)-Sieg gegen den Tabellendritten MTV Vorsfelde und bleibt damit dem Tabellenführer SF Söhre auf den Fersen. „Wir haben mit einem schlechten Spiel glatt gewonnen“, sagte der Heidorner Coach: „Aber Hut ab vor Vorsfelde. Die haben sich mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft gut verkauft.“

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In einem merkwürdigen Spiel erzielten die Gäste zwar das erste Tor, doch dann entwickelte sich die Begegnung erst einmal deutlich zu Gunsten der Gastgeber. Nachdem Torhüter Szymon Wagner einen Siebenmeter entschärft hatte, traf Niklas Hermann zum 7:4 (12. Minute). Auf den Rängen kam Stimmung auf, doch der Funke wollte nicht so recht überspringen. „Wir haben keinen Zugriff in der Abwehr reinbekommen. Es war ein komisches Gefühl. Man hat uns die lange Pause angemerkt“, sagte Lux. Das Spiel plätscherte in den nächsten Minuten vor sich hin.

Der Großenheidorner Vorsprung schmilzt dahin

Zwei Paraden von MTV-Torwart Wagner (19.) rüttelten seine Vorderleute dann wach. Ohne zu glänzen kontrollierten die Heidorner das die Partie und zogen zwei Minuten vor der Pause auf 17:10 davon. Dann gab es einen Bruch im MTV-Spiel. Es schlichen sich zahlreiche Fehler ein, Vorsfelde nutzte die Gelegenheit und wurde stärker. Die Seeprovinzler setzten ihren Negativlauf auch nach Wiederanpfiff fort. Es fehlte die Passgeschwindigkeit, die Führung schmolz auf 18:16 (34.).

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Obwohl die Fans Torhüter Wagner nach einer erneuten Glanzparade feierten, setzte sein Gegenüber Thomas Krüger die Akzente und wurde zum besten Spieler der Gäste. Lux nahm die Auszeit, doch Vorsfelde verkürzte auf 19:18 (39.) – dachten jedenfalls alle. Doch zur Verwunderung beider Mannschaften entschieden die Unparteiischen auf Abwurf. Es gab eine längere Diskussion, und MTV-Spieler Bastian Weiß nutzte die folgende kurzzeitige Verwirrung per Doppelpack zum 21:17 (41.).

Acht-Tore-Führung ist die Entscheidung

Die Heidorner waren nun wieder am Drücker, Thorben Buhre sorgte beim 28:20 (51.) für die erste Acht-Tore-Führung. Sekunden später verpasste er mit einem Versuch auf das verwaiste Gästetor den 30. Treffer. Was auf den Rängen von einem Raunen begleitet wurde, quittierten der 31-Jährige und seine Mitspieler mit einem Lächeln, denn die Spannung war angesichts der klaren Führung längst aus dem Spiel.

Die letzte Aktion des Spiels gehörte dann noch einmal Wagner, der den Zehn-Tore-Vorsprung mit einer sehenswerten Parade festhielt. „Sein Spiel war sehr in Ordnung. Mit dem Rest kann ich nicht zufrieden sein“, sagte MTV-Coach Lux.

Dienstag Nachholspiel bei der SG Börde

Schon am Dienstag geht es bei der SG Börde weiter. „Wir konnten gegen Vorsfelde zum Glück die Einsatzzeiten verteilen“, sagte Lux. Gegen den Tabellenzehnten mit seiner unangenehmen Spielweise sei die eine noch zur Verfügung stehende Trainingseinheit vor dem Anpfiff eigentlich zu wenig. „Es geht darum, wieder Frische reinzubringen. Und dann müssen wir improvisieren“, blickt der Trainer auf die Aufgabe seiner Mannschaft in Schellerten voraus.

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MTV Großenheidorn: Wagner, Lustig; Weiß (11 Tore/2 Siebenmeter), Ströh (5), Buhre, Mika Ritter, Nolte, Bausch (alle 3), Hornke (2), Bretz, Hermann, Luca Ritter (alle 1), Appel, Liecker

Von Uwe Serreck

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