Handball-Bundesliga

Hannovers Recken haben vor dem Flensburg-Spiel neue Ziele

Befreiter Jubel: Hannovers Handballer jubeln nach dem klaren Sieg der Recken gegen MT Melsungen.

Befreiter Jubel: Hannovers Handballer jubeln nach dem klaren Sieg der Recken gegen MT Melsungen.

Hannover. Es war kein gewöhnlicher Sieg der Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf am Donnerstag bei der MT Melsungen. Das 29:22 bedeutet wahrscheinlich den Klassenerhalt. Acht Punkte Vorsprung sind es nun auf Abstiegsplatz 17, auf dem aktuell GWD Minden liegt. Das ist zwar rechnerisch noch aufzuholen, zumal die Ostwestfalen am 19. Mai im direkten Duell mit Hannover noch Boden gutmachen können. Praktisch dürften die Recken aber durch sein. „Es war ein großer Schritt in Sachen vorzeitiger Klassenerhalt“, sagte Kapitän Fabian Böhm nach dem Spiel.

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Am Freitag ergänzte er, dass „der Abstiegskampf nie so groß Thema“ gewesen sei bei den Recken. „Wir haben eher auf die Plätze über uns geschaut als nach unten.“ Das Selbstverständnis der Recken: Wir haben mit dem Abstieg nichts zu tun.

„Gehören nicht auf diesen Platz“

Angesichts der wiederkehrenden schwachen Auftritte in der Bundesliga zählen die Recken allerdings schon die ganze Saison über zum unteren Drittel, mit einem Abo auf Platz 14, unweit der akuten Abstiegszone. „Wir wissen, dass wir nicht auf diesen Platz gehören. Dass wir nur zu wenig Punkte haben“, sagt Böhm. Zweifellos ist das Potenzial dieser Mannschaft größer, nur gelang es ihr nicht, es regelmäßig abzurufen. „Wir haben es nicht geschafft, richtige Stabilität und Konstanz reinzubekommen“, gibt Böhm zu. Und wenn es mal Erfolge gab, „konnten wir das Momentum nicht ins nächste Spiel tragen“.

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Ab jetzt können die Recken befreiter aufspielen. Vielleicht gelingt es ihnen ja, am Sonntag im Heimspiel gegen Flensburg (16.05 Uhr, ZAG-Arena) sofort einen weitereren Lichtblick folgen zu lassen. „Wir bewerten den Erfolg gegen Melsungen nicht über, wollen ihn aber auch nicht schmälern. Er lässt uns auf jeden Fall Schwung mitnehmen“, sagt Trainer Christian Prokop. Auch er wurde unmittelbar nach dem Sieg nach dem Klassenerhalt gefragt. „Ich gebe hier keine Aussage, dass es das jetzt war – und jetzt stellen wir das Handballspielen ein“, sagte er im TV bei „Sky“.

„Noch nicht genug Kredit erspielt“

Seine Zielsetzung bezieht sich auf eine andere Ebene: „Wir haben noch nicht genug Kredit erspielt bei unseren Fans, bei unserem Verein“, holte er aus. „Wir haben eine riesige, tolle Halle. Aber die ist mit 3000 Leuten gefüllt. Und 10 000 passen rein. Dementsprechend haben wir viele Aufgaben. Wir müssen und wollen Gas geben.“ Immerhin: Für Sonntag sind schon 5200 Karten verkauft. Das ist Saisonrekord, zuletzt waren so viele Fans vor der Corona-Pandemie zu den Recken gekommen. „Wir sind ex­trem froh darüber, dass so viele Karten weggegangen sind“, sagt Prokop.

Um keine Fans zu vergraulen, machen die Recken gegen Flensburg am besten da weiter, wo sie gegen Melsungen aufgehört haben. Mit einer von vorn bis hinten konzentrierten und kämpferischen Leistung, getragen von einer starken Abwehr mit einem Torwart in Paradeform. „Wenn wir eine Chance am Sonntag haben wollen, müssen wir in der Verteidigung wieder alles zeigen, was wir haben“, sagt Prokop.

Flensburg seit Wochen ungeschlagen

Dennoch könnte die Aufgabe schwerer kaum sein. Flensburg ist seit zwei Monaten ungeschlagen. Gerade nach dem Recken-Auftritt bei der MT wird das Topteam die TSV nicht unterschätzen. Aber vielleicht ist die SG ja mit ein paar Gedanken schon in der kommenden Woche. Dann tritt Flensburg im Viertelfinalhinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona mit Ex-Recken-Trainer Carlos Ortega an.

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Von Simon Lange

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