Handball – 3. Liga, Abstiegskampf

Locker und mit vollem Akku: HHB und TSV II sind bereit

Konstellation auf Zeit: Burgwedels Trainer Carsten Schröter (links) muss ab Sommer auf Co-Trainer Julian Frädermann (rechts) verzichten.

Konstellation auf Zeit: Burgwedels Trainer Carsten Schröter (links) muss ab Sommer auf Co-Trainer Julian Frädermann (rechts) verzichten.

Großburgwedel/Burgdorf. Nach den ersten drei Spieltagen der Abstiegsrunde hat die TSV Burgdorf II als Erster der Gruppe 4 mit 8:2 Punkten die besten Karten auf den Verbleib in der 3. Liga. Auch Handball Hannover-Burgwedel hat den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand, wobei die Aufgabe bei lediglich 5:5 Zählern ungleich schwerer ist. Sollte die TSV-Reserve (Samstag, 19.30 Uhr) bei den Sportfreunden Budenheim erneut patzen und Burgwedel (ab 19 Uhr bei Eintracht Baunatal) gewinnen, wäre in der Gruppe wieder alles offen. Auf der anderen Seite könnten sich die Burgdorfer und Baunatal mit Siegen bereits absetzen.

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Einen Patzer darf sich die Mannschaft von Carsten Schröter daher nicht erlauben. „Das ist ein entscheidendes Wochenende. Ab jetzt haben wir nur noch Endspiele“, sagt der HHB-Trainer. Auch dem Duell bei den Hessen kommt eine zentrale Bedeutung zu. „Wir müssen gar nicht lange drum herumreden: Wenn wir verlieren, haben wir nur noch eine rechnerische Chance“, sagt Schröter.

Alles-oder-nichts-Situation

Trotz dieser Alles-oder-nichts-Situation sieht er den größeren Druck bei den Hausherren. Für den früheren Zweitligisten wäre der Abstieg in die Oberliga eine kleine Katastrophe. In Burgwedel hingegen war während der Trainingswoche eine gewisse Lockerheit zu spüren. „Wir wussten schon zu Beginn der Abstiegsrunde, dass wir nichts zu verlieren haben“, sagt Schröter. Mit dieser Rolle kam die Mannschaft bisher sehr gut zurecht und holte 5:1 Punkte. Diese Serie soll in Baunatal möglichst ausgebaut werden. Die Voraussetzungen scheinen gut. Alle seien laut Schröter „mega motiviert und wir hatten eine gute Trainingswoche“. Das Wichtigste: Der Coach kann seinen vollen Kader aufbieten. Christopher Czens und Trainersohn Steffen Schröter konnten als Folge ihres grippalen Infekts nur eingeschränkt trainieren, einem Einsatz steht aber nicht im Wege.

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Kleine Anekdote am Rande: Aus alter Verbundenheit zu seinem Ex-Klub HSG Schaumburg Nord hatte Burgwedels Co-Trainer Julian Frädermann zugesagt, dem Oberligavorletzten aufgrund dessen Verletzungssorgen auszuhelfen. Dieses Engagement war am Dienstag schnell beendet. Der 34-Jährige stand gegen die SF Söhre gerade einmal 60 Sekunden auf dem Feld, als er sich die Achillessehne riss. HHB-Vorsitzender Marius Kaste­ning bestätigte, was das Internetportal SHG-sport.de bereits berichtete: Frädermann gibt zur kommenden Saison seine Tätigkeit als ­Co-Trainer in Burgwedel auf und wird wieder Spieler in Schaumburg. „Er bleibt uns im Hintergrund aber erhalten“, sagt Kastening.

Unorthodoxe Spielweise

Voller Optimismus machen sich die Jungrecken auf den Weg nach Budenheim. Trainer Heidmar Felixson erwartet eine Nagelprobe für seine Mannschaft, zumal den Gastgebern nur ein Sieg hilft, um den Anschluss nicht zu verlieren. "Wir müssen bereit sein, 60 Minuten zu laufen", weiß der Isländer. Geschuldet ist das der unorthodoxen Spielweise der Rheinland-Pfälzer. Ob der häufige Einsatz des siebten Feldspielers oder die ungewöhnliche Variante mit nur zwei Rückraumakteuren, aber zwei Kreisläufern – Budenheim spielt einen anderen Handball.

Nachdem sich die TSV-Reserve in der Woche vor Ostern von der harten Spielweise Baunatals beeindrucken ließ, gilt es nun, wieder in die Erfolgsspur zu finden. Dessen ist sich der Trainer bewusst: „Wir nehmen das Spiel sehr ernst“, betont Felixson. Um die Akkus nach den intensiven letzten Wochen aufzuladen, gab er seinem Team einige Tage frei. Seit Ostermontag läuft die Vorbereitung auf Budenheim. Matteo Ehlers, Justus Fischer und Renars Uscins trainierten nur beim Bundesliga-Team der Recken, das ist aber keine neue Situation. Fraglich ist nur der Einsatz von Kjell Maelecke, der sich am Sprunggelenk verletzt hat.

Von Uwe Serreck

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