Größter Karriere-Moment

Havelses Manager über HSV-Schreck Schumacher: „Wird sich in Rostock durchsetzen“

Jubel in Hamburg: Rostocks Kevin Schumacher feiert seinen 1:0-Siegtreffer für Hansa Rostock.

Jubel in Hamburg: Rostocks Kevin Schumacher feiert seinen 1:0-Siegtreffer für Hansa Rostock.

Hamburg/Rostock. Kevin Schumacher wusste nicht, wie ihm geschah. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ich bin überwältigt. Vor so einer großen Kulisse das erste Mal gespielt und gegen den großen HSV das Siegtor zu schießen ist etwas ganz Besonderes. Das wird für mich immer in Erinnerung bleiben“, sagte Hansa Rostocks Stürmer nach dem 1:0-Sieg im Nordderby beim Hamburger SV strahlend. Am Spieltag der Trauer um Fußballlegende Uwe Seeler hatten die Mecklenburger erstmals seit 21 Jahren den Rasen des Volksparkstadions wieder als Sieger verlassen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hauptverantwortlich dafür war Schumacher. Der schnelle Außen startete in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Sturmlauf über den halben Platz und ließ HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandes keine Abwehrmöglichkeit. „Ich bin von der Mittellinie losgelaufen und dann auch noch zur Eckfahne. Dann war die Luft auch weg“, schilderte der 24-Jährige beim TV-Sender Sky den bislang größten Moment seiner nicht eben geradlinig verlaufenen Karriere.

Schumacher schoss Havelse in die 3. Liga, TSV verfolgt weiter seinen Weg

Bei Werder Bremen hatte der gebürtige Hamelner den Durchbruch nicht geschafft und war 2020 weiter zum damaligen Viertligisten TSV Havelse gezogen – den er beim 1:0 im entscheidenden Rückspiel gegen Schweinfurt mit einem Traumtor in die 3. Liga schoss. TSV-Manager Matthias Limbach hat Schumachers Weg seitdem „weiter verfolgt. Er schaut ja auch regelmäßig bei uns in Havelse vorbei.“ Limbach freut sich mit Schumacher: „Wir gönnen ihm diesen großen Moment in Hamburg sehr, aber wir haben ihm das auch zugetraut. Er wird sich in Rostock durchsetzen.“ Bei Hansa kam Schumacher im ersten Jahr auf 22 Einsätze – ein ordentliches Arbeitszeugnis. Der Schein trügt jedoch etwas. Denn meist kam der Offensivmann lediglich als Joker ins Spiel.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Das war auch in Hamburg nicht anders. Das Tor des Tages aber machte Hansas schnellsten Stürmer zum Spieler des Tages und belohnte den überaus couragierten Auftritt des Außenseiters beim hoch gehandelten Aufstiegskandidaten. Das machte alle Rostocker Protagonisten stolz. „Wir sind für unseren Mut belohnt worden“, befand Trainer Jens Härtel nach dem denkwürdigen Fußballnachmittag völlig zu Recht.

Der erste Sieg im zweiten Anlauf der noch jungen Saison nach dem 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim ließ bei Hansa die Furcht vor einem missglückten Start verfliegen.

Lesen Sie auch

Von Redaktion

Mehr aus Lokalsport

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen