Fußball-Kreisliga

„Die Hoffnung lebt noch“: TSV Wennigsen gewinnt Kellerduell pur bei Eldagsens Reserve

Die Entscheidung für den Vorletzten beim Schlusslicht: Die Wennigser bejubeln das Tor zum 3:1 durch Leon Stein (oben).

Die Entscheidung für den Vorletzten beim Schlusslicht: Die Wennigser bejubeln das Tor zum 3:1 durch Leon Stein (oben).

Eldagsen. „Die Hoffnung lebt zumindest noch“, hat Trainer Jan Bornschein die Stimmungslage beim TSV Wennigsen auf den Punkt gebracht. In überschwängliche Euphorie brach beim Tabellenvorletzten der Kreisliga 4 nach dem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Eldagsen II keiner aus. Gleichwohl war die Erleichterung groß. „Wir wussten, dass das unsere letzte Chance war“, sagte Bornschein. Zwei Punkte trennen seine Mannschaft nun noch vom rettenden Ufer. Und der nächste Gegner ist ausgerechnet der Tabellenachte SV Wilkenburg, den es zu überholen gilt. „Das müssen wir natürlich gewinnen“, forderte der TSV-Coach. Zumal die Wilkenburger bei drei Spielen weniger stehen.

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Bei der Eldagser Reserve wird unterdessen für die 1. Kreisklasse geplant. Rechnerisch ist der Ligaverbleib zwar noch möglich, bei nur einem Punkt auf dem Konto ist das aber reine Theorie. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, das Risiko eines Abstiegs war von Anfang an eingeplant“, sagte FCE-Trainer Karsten Bürst. Seine junge Mannschaft gehe „gestärkt in die 1. Kreisklasse“ mit den wertvollen, wenn auch wenig erfolgreichen Erfahrungen aus einem Jahr Männer-Kreisliga.

Woran es beim abgeschlagenen Schlusslicht hapert, wurde auch gegen Wennigsen wieder deutlich: Die offensive Durchschlagskraft fehlt. Hinzu kommen immer wieder einfache Fehler im taktischen Defensivverhalten. Schon nach drei Minuten nutzten die Wennigser die schlechte Zuteilung in der Eldagser Dreierkette. Leon Stein schickte Titus Prunn in den Lauf, der überwand FCE-Keeper Benjamin Kammeyer. Kurz darauf trafen die Eldagser den Pfosten (7. Minute) und die Wennigser die Latte (9.). Nach der wilden Anfangsphase verflachte das Spiel dann dramatisch. „Wir haben komplett den Faden verloren und wilde Sau gespielt“, kritisierte Bornschein die allzu freie Interpretation des Positionsspiels seiner Mannschaft.

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Mehr Stabilität im Zentrum des TSV ist der Knackpunkt

Erst mit einer Umstellung nach einer knappen Stunde bekam er die Probleme in den Griff. Luca Strauß rückte nach langer Verletzungspause in die Innenverteidigung, Yannic Flügel schob vor auf die Sechs. „Dann hatten wir viel mehr Stabilität im Zentrum. Das war der Knackpunkt“, sagte der TSV-Trainer. Daniel Stein besorgte das 2:0 (59.) – doch die Gastgeber gaben sich nicht auf. Durch einen Torwartfehler kamen sie zurück in die Partie, Julian Bosch bekam einen Schuss von Hans-Moritz Richter nicht zu fassen (84.). „Das war ärgerlich. Der flutscht Juli Bosch unglücklich durch die Finger.“

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Für kurze Zeit kam noch mal Spannung auf, ehe Leon Stein die Partie mit einem Flugkopfball unter die Latte entschied (89.). „Viele haben mir zum Pflichtsieg gratuliert – das sehe ich bei Weitem nicht so“, sagte Bornschein. „Eldagsen hat uns das Leben richtig schwer gemacht, das war ein hartes Stück Arbeit.“ Bürst fand nach dem Kampf klare Worte: „Da haben zwei Absteiger gegeneinander gespielt. Auch Wennigsen wird es mit der Leistung schwer haben, noch groß Punkte zu machen.“ Dass die Niederlage seiner Mannschaft verdient war, daraus machte er keinen Hehl: „Wir haben mal wieder gekämpft wie die Ochsen. Aber letztlich haben wir uns vorne viel zu wenig erspielt.“ Zu dem Schluss kam auch sein Pendant. „Im letzten Drittel waren wir qualitativ einfach einen Ticken besser als Eldagsen“, sagte Bornschein.

Von Tobias Kurz

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