Handball-Oberliga

Leidenschaft statt Einbruch: HV Barsinghausen wehrt sich

Sinnbildlich: Barsinghausens Johannes Sonneborn (am Ball) weiß sich gegen die Spieler des Spitzenreiters SF Söhre zu behaupten.

Sinnbildlich: Barsinghausens Johannes Sonneborn (am Ball) weiß sich gegen die Spieler des Spitzenreiters SF Söhre zu behaupten.

Barsinghausen. Ihre Sieglosserie vor eigenem Publikum haben die Männer des HV Barsinghausen in der Oberliga auch im 16. Heimspiel in Folge nicht beenden können. In Abwesenheit seines Trainers Sebastian Reichardt kassierte der Tabellenletzte die zu befürchtende 22:34 (12:17)-Niederlage gegen den Tabellenführer SF Söhre.

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Obwohl der HVB den kurzfristigen Ausfall seines Kreisläufers Jens Pallein verkraften musste, warfen die Gastgeber kämpferisch alles rein und ließen sich auch vom schnellen 1:4-Rückstand (5. Minute) nicht beirren. Der Spielverlauf in der ersten Viertelstunde war nicht nach dem Geschmack von Söhres Trainer, dem früheren Nationalspieler und Ex-Coach der HF Springe Sven Lakenmacher, der beim Stand von 6:8 die Auszeit nahm. „Ich denke, wir haben sie überrascht“, sagte Barsinghausens Assistenzcoach Daniel Kirsten.

Geburtstagskind Moritz dreht auf

Einen großen Anteil daran, dass es im ersten Durchgang lange eng blieb, hatte HVB-Torhüter Timo Wegner, der wie schon in der vergangenen Woche bei der Niederlage in der Halle des VfB Fallersleben ein starkes Spiel ablieferte. Obwohl der Tabellenführer aus Diekholzen nach der „Dienstbesprechung“ binnen weniger Sekunden zweimal traf, ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln und blieben bis zum 10:12 (23.) durch Geburtskind Dennis Moritz dran – er machte an seinem 32. Geburtstag ein starkes Spiel und war mit sechs Toren bester Torschütze der Hausherren. Getrübt wurde die Freude allerdings dadurch, dass Moritz für Lukas Lausecker eingewechselt werden musste, der sich Mitte der ersten Hälfte am Knie verletzte und vom Feld humpelte. Eine Diagnose gab es hinterher noch nicht.

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In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel häuften sich dafür die Fehler aufseiten der Barsinghäuser. „Wir werfen zu viele Bälle weg“, ärgerte sich der Co-Trainer über den 12:17-Rückstand zur Pause.

Kapitulation des Letzten gegen den Ersten bleibt aus

Nach Wiederanpfiff musste seine Mannschaft früh den Kontakt zum Gegner abreißen lassen, denn mit einem 5:0-Lauf zum 22:12 (36.) sorgte Söhre für die Entscheidung. Es war zu befürchten, dass die Barsinghäuser danach völlig einbrechen würden. Das geschah aber nicht, denn mit großer Leidenschaft kämpfte das Team weiter um jeden Quadratzentimeter Hallenboden. „Söhre hat große Qualität im Kader, während uns durch die vielen Ausfälle die Substanz fehlte, um das Spiel enger gestalten zu können“, sagte Kirsten. Mit dem Endstand konnte er insofern gut leben. Im zweiten Durchgang bekamen dann auch die A-Jugendlichen Philipp Volmer und Mika Spannuth ihre Spielanteile.

Kleine Aufklärung in eigener Sache: Die im Vorfeld angekündigte Verstärkung zur nächsten Saison durch den ehemaligen Barsinghäuser Lukas Schieb wird es übrigens nicht geben. Bei dieser Meldung handelte es sich um einen Aprilscherz. „Es haben viele darüber gelacht. Das war ein Scherz mit Stil“, sagte Kirsten.

Von Uwe Serreck

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