Neue Nummer 1

Interview mit Hannover-96-Torwart Ron-Robert Zieler

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Herr Zieler, wer hat Ihnen denn am Sonntag zuerst zum erfolgreichen Bundesligadebüt gratuliert?
Das waren meine Mannschaftskollegen unmittelbar nach dem Spiel. Natürlich waren wir alle glücklich, dass wir gewonnen haben.

Sie haben erst einen Tag vor dem Spiel erfahren, dass Sie gegen Frankfurt im Tor stehen werden. Wie war Ihre erste Reaktion?
Ich war schon überrascht. Von dem Moment an, als der Trainer mir das mitgeteilt hat, war schon ein bisschen mehr Anspannung als normal da.

Wie verlief danach Ihre erste Begegnung mit Florian Fromlowitz?
Ich habe versucht, mich ganz normal zu verhalten. Flo (Spitzname von Fromlowitz, d. Red.) hat das genauso gemacht. Da gab es kein Problem.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Was ist Ihnen unmittelbar vor dem Spiel durch den Kopf gegangen?
Ich habe mich auf meine Fähigkeiten konzentriert, auf mein Torwartspiel, an das ich glaube. Ich habe gedacht: Natürlich ist das etwas Besonderes, aber du musst es als ganz normales Spiel sehen. Wenn der Trainer sagt, du kannst spielen, dann kannst du auch spielen.

Mit welchen Ziel sind Sie vor einem halben Jahr nach Hannover gekommen?
Natürlich war in meinem Kopf drin, dass ich so schnell wie möglich nach oben kommen möchte. Ich wusste aber auch, dass ich Geduld haben muss. Das haben mir auch die Trainer gesagt. Nach fünf Jahren Ausbildung in Manchester war einfach der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu machen. Ich wollte mich bei 96 weiterentwickeln, meine Sache hier ordentlich machen – und dann irgendwann auch spielen. Jetzt ist es ein bisschen schneller gekommen, als man gedacht hat.

Als 16-Jähriger sind Sie zu Manchester United gegangen, haben mit 21 Jahren bereits in der Bundesliga gespielt. Sind Sie schon immer ein bisschen weiter gewesen als Ihre Altersgenossen?
So früh von zu Hause zu so einem so großen Verein zu gehen, das hat mich schon geprägt, ich bin dadurch auch selbstständiger geworden. Ich fühle mich auch privat sicher.

Ihr Torwartspiel erinnert an das von Edwin van der Saar, dem Keeper von Manchester United. Zufall?
In England legt man sehr viel Wert auf mitspielende Torwarte, mit van der Saar hat Manchester einen Torhüter, der auch fußballerisch sehr stark und beidfüßig ist. Das wurde im Training auch gezielt geübt. Ich denke, dass ich davon auch etwas mitgenommen habe.

Können Sie sich an das erste Treffen mit Manchesters Trainer Alex Ferguson erinnern?
Das war schon beeindruckend. Es war ein sehr lockeres Gespräch, aber mein Englisch war noch nicht so gut. Da habe ich einfach immer Yes gesagt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wie würden Sie sich selber beschreiben?
Ruhig und zurückhaltend. Aber auch selbstbewusst genug, um in der Bundesliga bestehen und mich gegen die Konkurrenz behaupten zu können.

Wie viel Schwein muss man denn sein, um sich in der Bundesliga durchzusetzen?
Jeder hat dabei seinen Weg, um damit klarzukommen. Man muss nicht unbedingt ein Schwein sein, man kann auch ein absoluter Kollege sein und auf Fair Play achten.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie nicht Fußball spielen?
Ich treffe mich mit Freuden, gehe gerne Essen und auch mal ins Kino, um abzuschalten. Außerdem höre ich gerne Musik, die Charts rauf und runter. Als Kölner auch mal gerne ein Karnevalslied.

Interview: Dieter Kösel und Christian Purbs

Mehr aus Sport regional

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen