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Mit aller Macht: Fußball-Landesligist 1. FC Sarstedt ringt Wunstorf mit 3:1 nieder

Die Spieler des 1. FC Sarstedt feiern ihren ersten Treffer.

Die Spieler des 1. FC Sarstedt feiern ihren ersten Treffer.

Sarstedt. Den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams hat Marc Vucinovic so auf den Punkt gebracht: „Wir haben die schwierigen Bedingungen mit Wind, Regen, Hagel, Schnee und Matsch vom Kopf her besser angenommen als der Gegner“, sagte der Coach des 1. FC Sarstedt nach dem 3:1 (1:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Wunstorf in der Landesliga-Abstiegsrunde. Er attestierte seinen Spielern einen extrem engagierten, kampf- und defensivstarken Auftritt und hob noch einen weiteren Faktor hervor: „Wir waren heute vor dem Tor sehr konsequent.“

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Auch dem Wunstorfer Trainer war diese Kaltschnäuzigkeit der Platzherren aufgefallen. „Die Sarstedter waren heute brutal effektiv – sie haben ihre ersten beiden Chancen eiskalt genutzt“, sagte Onur Köse. Vor allem das Tor zum 1:2 kurz nach der Pause sei ein Wirkungstreffer gewesen (47. Minute), „danach haben wir komplett den Faden verloren“. Anders als vor der Pause habe seine Mannschaft auf einmal versucht, schön zu spielen – und das, obwohl der Platz durch den Regen und Hagel deutlich gelitten habe. Das sei dann auch folgerichtig völlig in die Hose gegangen.

„Wir waren außerdem im Kopf nicht frisch genug“, sagte Köse. Im Gegensatz zur Partie in Bückeburg habe die Einstellung nach dem Seitenwechsel nicht mehr gestimmt. „Die Jungs haben sich gar nicht mehr richtig gewehrt, sich nicht wirklich gegen die Niederlage gestemmt.“ Dazu seien viele unnötige Fouls und bei den Gegentoren auch noch schlechtes Defensivverhalten gekommen. „Die Sarstedter waren griffiger und cleverer, haben ihre Erfahrung voll ausgespielt“, sagte der Coach der Wunstorfer.

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In der ersten Hälfte hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, das räumte auch Vucinovic ein: „Wir hatten mit dem extremen Gegenwind Probleme, kamen deshalb nicht so ins Spiel wie erhofft.“ Und die Gäste seien – vor allem bei den vielen Standardsituationen, die es gegeben habe – immer gefährlich gewesen. Aus dem Spiel heraus wurde es am brenzligsten, wenn Silas Löhnig am Ball war: „Zwei-, dreimal verpassten seine Hereingaben nur knapp einen Mitspieler, und einmal setzte er den Ball nach einem Solo am Tor vorbei“, so Köse. Insgesamt habe er das Gefühl gehabt, sein Team sei auf einem guten Weg, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die Taktik, weniger auf Kombinationsfußball zu setzen und stattdessen auf zweite Bälle zu gehen, schien die angemessene.

Sarstedter nutzen ihre erste Chance

„Dann haben wir aus dem Nichts das 0:1 kassiert“, ärgerte sich der Gästetrainer. Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld hätten die Gäste exzellent umgeschaltet und durch Hannes Thomas das Führungstor vorgelegt (20.). „Das haben die Jungs super zu Ende gespielt“, lobte Vucinovic. „Wir haben unsere erste Chance gleich genutzt.“ Doch zu mehr reichte es offensiv bis zur Pause nicht. Die Gäste blieben die aktivere Mannschaft, sorgten mit ruhenden Bällen immer mal wieder für etwas Aufregung. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit traf dann Asad Dlakic nach einem zu kurz abgewehrten Eckball verdient zum 1:1 (44.).

Nach dem Wechsel wirkten die Gastgeber – nun mit dem starken Wind im Rücken – nicht nur noch präsenter, sie kamen nun selbst häufiger zu Ballbesitzphasen. „Dass das 2:1 durch Jonas Jürgens so schnell fiel, war natürlich psychologisch enorm wichtig“, gab der Sarstedter Coach zu. Die Platzherren gingen keinem Duell aus dem Weg, pflügten leidenschaftlich jeden Zentimeter des Platzes um, wirkten gieriger und zielstrebiger. Denn auch offensiv gab es den einen oder anderen Umschaltmoment. „Und defensiv haben wir nur noch wenig zugelassen“, so Vucinovic.

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Die Wunstorfer Löhnig und Ahmed Jameleddine hatten jeweils die Chance aufs 2:2, verzogen aber. Und nachdem Torjäger Jürgens in der 82. Minute auf 3:1 erhöht hatte, bot sich Alban Shabani ein Hochkaräter, um noch einmal zu verkürzen (87.). „Das Ding holt Marcel Bednarek aber mit einer Wahnsinnsgrätsche noch von der Linie“, sagte Vucinovic. „Diese Aktion war ein Sinnbild für die gesamte Leistung der Mannschaft. Die Jungs wollten heute einfach gewinnen, und zwar mit aller Macht.“

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Von Jens Niggemeyer

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