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Basketball

Neustädter Nervenspiel mit Happy End

Überragend: Der Neustädter Rishi Kakad spielt gegen die Aschersleben Tigers groß auf und erzielt 30 Punkte (gr. Bild). Redebedarf hatte Headcoach Allen Ray Smith, der hier Dyon Doekhi zur Seite genommen hat (kl. Bild), dennoch in manchen Phasen des Spiels.

Überragend: Der Neustädter Rishi Kakad spielt gegen die Aschersleben Tigers groß auf und erzielt 30 Punkte (gr. Bild). Redebedarf hatte Headcoach Allen Ray Smith, der hier Dyon Doekhi zur Seite genommen hat (kl. Bild), dennoch in manchen Phasen des Spiels.

Neustadt.Das war kein Spiel für schwache Nerven. Doch die Männer der TSV Neustadt temps Shooters haben gezeigt, dass sie auch in schwierigen Situationen dem Druck standhalten können. Mit 94:89 bezwangen sie im Topspiel der 1. Regionalliga die Aschersleben Tigers. Der Aufsteiger aus Neustadt steht damit schon drei Spieltage vor dem Ende als Vizemeister fest. Gegner Aschersleben, der als Dritter kam und zur Vorbereitung bereits am Freitag anreiste und sich am Steinhuder Meer vorbereitete, hat nun keine Chance mehr, die Shooters in der Tabelle noch zu überholen.

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Die Shooters eröffneten vor 530 Zuschauern in der Halle an der Bunsenstraße die Partie mit den ersten Körben. 8:2 stand es nach zwei Minuten. Doch die Gegner blieben stets in Schlagdistanz. Viel größer wurde der Vorsprung nicht, auch wenn nach dem ersten Viertel noch ein 20:13 zu Buche stand. Zur Pause war es nach stetig wechselnden Körben auf beiden Seiten nur noch eine 42:39-Führung für die Neustädter.

Dass das zu wenig war, um sich ruhig zurückzulehnen, zeigte sich schon kurz nach der Pause. Eine Minute nach dem Wechsel gingen die Gäste erstmals in dieser Partie in Führung. Mit 43:42 lag Aschersleben vorn. Die nächsten fünf Körbe bedeuteten jeweils immer wieder einen Führungswechsel. Die Stimmung in der Halle war zum Reißen gespannt, das Spiel wurde immer dramatischer. Rishi Kakads Dreier zum 54:50 half dem TSV. Aber ein Treffer des Gegners, ein Neustädter Fehlwurf und ein weiterer Korb für Aschersleben drehten die Partie erneut. Erst in den zwei Minuten vor dem Viertelende holten sich die Hausherren mit 65:63 die Führung zurück.

Das Nervenspiel ging jedoch weiter. Nach dem 69:69 waren auch die vier verwandelten Freiwürfe von Lennart Holsten und Mubarak Salmai noch längst keine Entscheidung. Die Vier-Punkte-Führung schmolz wieder. Und dass die Nerven auf beiden Seiten blank lagen, zeigte die vorletzte Minute. Beim Stand von 86:84 wurde Tim Brauner gefoult. Weil sich der Ascherslebener Sebastian Harke noch ein unsportliches Foul zusätzlich leistete, stand Brauner gleich viermal an der Freiwurflinie. Doch statt den Sack zuzumachen, verwandelte er nur einen Freiwurf.

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So war auch in den restlichen zwei Minuten noch reichlich Feuer in der Partie. Als die Shooters 59 Sekunden vor der Schlusssirene den Korb zum 90:89 kassierten, war wieder alles offen. Das Spiel sowieso, aber auch die Trickkisten der Trainer. Nach zwei weiteren Freiwürfen des an diesem Tag überragenden Rishi Kakad half den Tigers nur noch ein Dreier. Den versuchten sie, vergaben ihn aber. Im Gegenzug wurde Salami gefoult, und mit seinen beiden Freiwürfen war der scheibchenweise eingefahrene Sieg endgültig sicher.

„Das war ein sehenswertes und enges Spiel. Bei der tollen Stimmung in der Halle haben beide Teams das wohl attraktivste Spiel der Saison gezeigt“, sagte Shooters-Teammanager Jan Gebauer. „Rishi hat den Unterschied gemacht“, lobte er.

TSV Neustadt: Kakad (30), Marvin (19), Salami (13), Doekhi (12), Holsten (10), Brauner (4), Mayika-Lungongo (2), Welzel (2), Bankole (2), Tsokos, Tyrekids

Von Matthias Abromeit

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