Handball-Oberliga

33:30 – MTV Großenheidorn atmet nach Zittersieg gegen Lehrter SV ganz tief durch

In Bestform: Der Großenheidorner Julius Bausch (mit Ball) ist, wie hier vom Lehrter Hendrik Edeler, oft nur mit unfairen Mitteln zu stoppen.

In Bestform: Der Großenheidorner Julius Bausch (mit Ball) ist, wie hier vom Lehrter Hendrik Edeler, oft nur mit unfairen Mitteln zu stoppen.

Großenheidorn. Es hat nicht viel gefehlt, und die Aufstiegsträume des MTV Großenheidorn wären schon am Dienstagabend im Nachholspiel gegen den Lehrter SV geplatzt. Der Tabellenzweite der Oberliga musste in der Schlussphase kräftig zittern, ehe Julius Bausch seine Mannschaft 15 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 33:30 (20:13)-Endstand erlöste.

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Nicht nur die Heidorner Fans, auch Trainer Stephan Lux atmete hinterher tief durch. „Wir haben zu früh aufgehört, Handball zu spielen, ein Spiel ist nach 48 Minuten noch nicht vorbei. Meinen Jungs ging dann die Düse“, sagte der MTV-Coach.

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Spätestens als Kevin Ströh zum 32:24 getroffen hatte, schien die Entscheidung gefallen. Doch plötzlich kippte die Partie. Lehrtes Torhüter Patrick Kassner vernagelte sein Tor, und beim MTV begann das Kopfkino. Innerhalb von sieben Minuten schmolz die Führung auf 32:30. Auch in vier Minuten Überzahl gelang den Gastgebern kein Treffer. Wer weiß, was passiert wäre, hätten die Gäste den Anschlusstreffer erzielt. Erst misslang dem LSV ein Kempa-Anspiel, dann fing Sven Bretz einen Pass ab. Lux war ehrlich: „Wir hatten Glück, dass Lehrte genug Fehler gemacht hat.“

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Lange Zeit geht’s nur in eine Richtung

Die Freude über den Sieg war gedämpft, dabei hatte die Mannschaft das Spiel in der Großenheidorner Sporthalle vor 150 Zuschauern in der ersten Hälfte dominiert. Die endete mit einem Pfostentreffer von Niklas Hermann und hatte mit einem fulminanten Wurf begonnen. Nach 59 Sekunden war der Wurf von Lehrtes Gian Luca Kleinertz im Winkel des MTV-Tores eingeschlagen.

Lange Zeit ging es nur in eine Richtung. Die Heidorner Abwehr erzwang viele Ballgewinne, danach machte der MTV jeweils Tempo. Bereits nach neun Minuten traf Jakob Appel zum 8:3. Lehrtes Trainer Lutz Ewert nahm die Auszeit – und die Gastgeber nahmen ihre erste kleine Pause. Erst nach einer Viertelstunde gelang erneut Appel der neunte Treffer für die Gastgeber. Danach nahm der MTV-Express wieder Fahrt auf, Bastian Weiß erhöhte auf 14:8 (20. Minute).

Auf der MTV-Bank wird beim 20:13 schon gescherzt

Das Spiel litt in der Folge unter etlichen strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter. Die gute Stimmung auf der Bank der Gastgeber störte das nicht. Nachdem wiederum Weiß kurz vor der Pause zum 20:13 getroffen hatte, wurde dort bereits gescherzt. Nach Wiederanpfiff änderte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Feld wenig. In der 37. Minute vergrößerte Bausch den Abstand beim 26:16 das erste Mal auf zehn Tore. Jetzt schien es nur noch darum zu gehen, ob der MTV zum vierten Mal in Folge die 35-Tore-Marke knacken kann. „Da haben wir gedacht, das Spiel ist entschieden“, gab Torhüter René Schröpfer zu.

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Spielmacher Bausch wieder in Bestform

Spätestens jetzt dürften alle Sinne der MTV-Mannschaft geschärft sein für das Spitzenspiel am Dienstag bei Spitzenreiter SF Söhre. Erfreulich war auch die starke Leistung von Spielmacher Bausch. In seinem ersten Spiel nach langer Verletzung scheint er rechtzeitig wieder in Bestform zu sein. „Er hat ein gutes Spiel gemacht. Das war schön“, lobte Trainer Stephan Lux.

Von Uwe Serreck

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