Landesliga-Abstiegsrunde

„Kollektives Versagen“: Orsolic sieht verdiente Stelinger Niederlage beim FC Eldagsen

Kaum Durchschlagskraft: Die Eldagser Defensive um Winterneuzugang Julius Hey (links) hat die Stelinger Angreifer, hier Immo Caspers, meist gut im Griff. Rune Flohr sichert ab.

Kaum Durchschlagskraft: Die Eldagser Defensive um Winterneuzugang Julius Hey (links) hat die Stelinger Angreifer, hier Immo Caspers, meist gut im Griff. Rune Flohr sichert ab.

Springe. „Es gibt so Tage“, hat Marko Orsolic gesagt. Der Trainer des TSV Stelingen meinte solche, an denen schier nichts klappt. Während der anderthalb Stunden Spielzeit, die in der 0:2 (0:1)-Niederlage beim FC Eldagsen mündeten, war seine Mannschaft nahezu alles schuldig geblieben, was sie sonst so auszeichnet. „Keine Zweikämpfe, keine zweiten Bälle, keine Passqualität“, Orsolic nahm kein Blatt vor den Mund: „Das war ein kollektives Versagen.“

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Sein Gegenüber hingegen genoss das, was es beim FC Eldagsen seit gut fünf Monaten nicht mehr gegeben hatte: einen dreifachen Punktgewinn. Nach sieben Niederlagen tat das nicht nur Holger Gehrmann, sondern auch seiner Mannschaft richtig gut. Doch genauso wenig wie der FCE-Coach nach Pleiten in riesigen Gram verfällt, so fern liegt ihm Überschwang nach Siegen. „Wir sind froh über den Dreier“, sagte er. Nicht mehr und nicht weniger.

Flohr überragt auf der Sechs

Dass die Eldagser, bei denen Rune Flohr auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld überragte, an diesem sonnigen Samstagnachmittag der verdiente Sieger des Landesliga-Abstiegsrundenduells waren, darüber bestand bei beiden Übungsleitern Einigkeit. Schon früh hatte der Ball erstmalig im von Ersatzkeeper Benjamin Benkert gehüteten TSV-Tor gelegen, doch der Schiedsrichter gab den Treffer aufgrund einer Abseitsposition von Lauri Schwitalla nicht. „Aber unsere erste Aktion ging direkt in Richtung Tor“, lobte Gehrmann. Was sich als guter Gradmesser für den weiteren Spielverlauf herausstellen sollte.

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Niklas Dorf zwang Benkert nach einer Viertelstunde zur Glanzparade. Selbst eine solche hätte das 1:0 von Schwitalla nach Angriff über Fabio Gehrmann und Garvin Mulamba nicht mehr verhindern können (33. Minute). „Die Staffel war echt gut“, lobte Gehrmann.

Eckfahne statt Steckpass

Die Stelinger kamen gar nicht in Tornähe. „Wir hätten noch Stunden spielen können und trotzdem nicht getroffen“, grantelte Orsolic. Bei zwei Überzahlsituationen fehlte nur der finale Steckpass, „doch stattdessen haben wir den Ball zur Eckfahne geschossen“, sagte der Trainer.

Felix Groth traf mit seiner raffinierten Ecke die Latte (56.). „Das war die beste Variante, kopfballstarke Leute hatten wir eh keine auf dem Platz“, sagte Gehrmann lachend. Nicolas Grupe besorgte aus dem Gewühl heraus den Endstand (86.).

Von Ole Rottmann

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