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Handball-Bundesliga

Plötzlich eine Engtanzparty: Recken besiegen Balingen um Ex-Trainer Bürkle mit 31:27

Ivan Martinovic setzt sich gegen die Balinger Defensive durch und spielt den Pass.

Ivan Martinovic setzt sich gegen die Balinger Defensive durch und spielt den Pass.

Hannover.Getanzt haben die Recken diesmal schon vorher. Kapitän Fabian Böhm und Torwart Urban Lesjak wagten ein paar Schritte beim Aufwärmen. Und Maskottchen Hektor hüpfte durch die ZAG-Arena, als erst höchstens 50 Zuschauer da waren. Es war dann eher Breakdance, den die TSV Hannover-Burgdorf lange zeigte gegen die kantige HBW Balingen-Weilstetten, rund lief es nicht. Aber es reichte zu einem 31:27-Erfolg, einem Tanzkreis und dem endgültigen Klassenerhalt. Trainer Christian Prokop bedankte sich bei den Fans mit gestreckten Daumen.

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Die Gäste starteten mit vier leichten Fehlern in Reihe, zwei davon bestrafte Vincent Büchner mit Gegenstößen – da hatten die Recken aber bereits einen Siebenmeter vergeben. Veit Mävers scheiterte. In diesem heißen Tanz mit dem Abstiegskandidaten traten sich die Recken durchaus selbst auf die Füße. Bei den Gästen war es aber sogar eine Fehler-Polonäse, schwache Aktionen reihten sich bei ihnen aneinander. Auf 7:4 setzten sich die Recken ab, dreimal schlug Böhm zu.

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Die TSV verteidigte flexibel mit vorgezogenen Halbspielern, wechselte auch mal in die 5:1-Variante. Dennoch forderten die Recken ihrerseits mit Patzern im Abschluss die Gäste förmlich auf, den Kontakt nicht zu verlieren. In Überzahl traf Kreisläufer Ilija Brozovic zum 10:8 (20. Minute) und traf anschließend noch zweimal. Dann schienen sich die Recken nicht länger im Kreis zu drehen. Filip Kuzmanovski fing einen Ball ab und warf ins leere Tore zum 14:11, Jonathan Edvardsson erhöhte – endlich machten die Recken raumgreifende Schritte.

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In doppelter Unterzahl rettete sich die TSV mit einem 16:13 in die Pause. Evgeni Pevnov hatte bei einem Wurf aufs leere Tor per Fuß gerettet. Beileibe nicht der einzige Fehltritt in Hälfte eins war dies, die Recken hätten klar führen können.

Immerhin brachte sie diese schwierige nicht aus dem Tritt, und der für Domenico Ebner gekommene Urban Lesjak fiel über die Bande, als er einen Fernwurf gerade noch entschärfte. Die Balinger blieben dennoch auf Tuchfühlung, und hätte nicht Nejc Cehte zwei Abpraller bei freien Würfen von Büchner und Böhm erwischt, die HBW hätte die Führung übernommen.

Nejc Cehte macht alles klar

Richtig eng kamen die Gäste heran, als es nach zwei Minuten gegen Brozovic auch noch eine Zeitstrafe gegen Edvardsson gab – offenbar ein Wechselfehler während einer Unterbrechung. Cehte brachte die Recken mit dem 24:22 wieder halbwegs in Tritt (46.). „Wir müssen bei uns bleiben“, forderte Prokop in der Auszeit. Wer jedoch bei seinem Team blieb, waren die Gäste. Und in der 52. Minute war der Ausgleich zu 24:24 da. Es ging als Engtanzparty in die Schlussphase, für die HBW-Coach Jens Bürkle seinem Team in der Auszeit viel Spaß wünschte.

Der unermüdliche Brozovic erzielte aus der Umklammerung das 28:25 (57.), Cehte machte mit dem 29:25 alles klar. Die Fans feierten die Recken stehend.

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