Landesliga-Abstiegsrunde

Plötzlich Spitzenreiter: TSV Godshorn bekommt zwei Punkte geschenkt

Zielstrebig: Der Godshorner Marvin Ibekwe (vorn) will mit seinem Team auch gegen die TSV Burgdorf gewinnen.

Zielstrebig: Der Godshorner Marvin Ibekwe (vorn) will mit seinem Team auch gegen die TSV Burgdorf gewinnen.

Langenhagen. Zwölfmal 90 Minuten bis zum Klassenerhalt – oder geht’s vielleicht doch ein bisschen schneller? Beim TSV Godshorn hätte niemand etwas dagegen. Die Bilanz zum ersten Quartal in der Landesliga-Abstiegsrunde kann sich jedenfalls schon einmal sehen lassen, sie hat sich für die Mannschaft von Trainer Niklas Mohs in dieser Woche sogar noch etwas verbessert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die bisherigen drei Partien des TSV Barsinghausen, darunter das 2:2 in Godshorn am 27. März, sind jeweils mit 0:5 gegen den Klub vom Deister gewertet worden. Das Mohs-Team bekommt somit erst einmal zwei Punkte dazu – und geht jetzt sogar als Tabellenführer mit neun Zählern ins Heimspiel gegen die TSV Burgdorf am Sonntag (15 Uhr). Die Barsinghäuser werden jedoch gegen die drei 0:5-Wertungen durch den NFV Einspruch einlegen.

„Die Mannschaft hat bisher über weite Strecken ihr Leistungspotenzial abgerufen. Man sieht, was dann möglich ist“, sagt Mohs. „Wir dürfen aber nie nachlassen. Das ist jetzt ein sehr wichtiges Spiel.“ Bei der Chance, sich von den Abstiegsplätzen noch weiter abzusetzen, können die Godshorner wieder mit Javier Guerrero Diz planen, der aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Auch Ferhat Bikmaz steht nach einem Muskelfaserriss wieder im Kader. René Buschmann ist nach einem Bänderriss wieder ins Lauftraining eingestiegen, soll aber noch geschont werden. Nicht dabei ist Almir Kasumovic wegen einer Zerrung.

„Wir nehmen alles mit, was wir mitnehmen können“

Jens Winkel coachte noch den HSC Hannover II, als die TSV Burgdorf im November in der Vorrunde in Godshorn antrat und nach dem 1:2 im Hinspiel auch am Spielplatzweg mit 1:4 verlor. Es war die letzte Partie für Frank Weber als TSV-Trainer, wenige Tage später folgte die Trennung. Der in der Winterpause verpflichtete Winkel erhofft sich für das dritte Duell mit den Godshornern in dieser Saison einen erfolgreicheren Auftritt seiner Mannschaft. „Wir treffen auf einen guten Gegner, können es aber packen und wollen gewinnen“, sagt er. „Wir nehmen alles mit, was wir mitnehmen können.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Winkel sieht seine Kicker auf einem guten Weg, auch wenn sie nach dem verheißungsvollen 2:0-Erfolg gegen den Lokalrivalen Heeßeler SV anschließend in Sarstedt nicht daran anknüpften und nach einer schwachen Leistung mit 0:2 unterlagen. „Es ist jetzt erst unser drittes Spiel in der Abstiegsrunde, aber unsere Neuzugänge sind gut integriert. Und im Derby haben die Jungs gezeigt, dass sie mithalten können. In Godshorn werden wir eine gute Tagesform brauchen“, sagt Winkel. Personell gibt es bei den Gästen keine Probleme, bis auf Nico Lindner (Schulterverletzung) und Theo Hellwig (Muskelfaserriss) ist der TSV-Kader komplett.

Völger in der Verantwortung

Chefcoach Martin Mohs ist schon die ganze Woche über beruflich mit der NFV-Auswahl unterwegs. Dass er es schafft, am Sonntag rechtzeitig zum Anpfiff der Partie gegen den FC Eldagsen (15 Uhr) in Heeßel aufzuschlagen, scheint unwahrscheinlich. Bei Co-Trainer Gerome Völger ist das Team des Heeßeler SV jedoch in den besten Händen. Und endlich entspannt sich die zuletzt katastrophale Personallage bei den Gastgebern ein wenig.

Aus den bisherigen vier Partien holte der HSV sechs Punkte. Das Auswärtsduell beim 1. FC Wunstorf am vergangenen Wochenende fiel aus. „Hoffentlich sind wir dadurch nicht aus dem Rhythmus gekommen. Andererseits konnten sich unsere angeschlagenen Spieler regenerieren“, sagt Völger. Auf jeden Fall sind Jan Spies, Nick Poelmeyer und Torhüter Marco Dubberke wieder an Bord. Volkan Umut kann sich nach seiner Corona-Infektion wohl freitesten. Sorgen bereiten dem Co-Trainer die Verletzungen von Bjarne Seturski und Sebastian Baar, beide müssen eventuell passen.

Ein bisschen Licht am Ende des Tunnels

„Natürlich sind wir immer noch durch unsere Langzeitverletzten und einige Corona-Erkrankungen gebeutelt. Aber ein bisschen Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen. Dadurch eröffnen sich personell wieder mehr Optionen“, betont Völger. Trainingsbeteiligung und Stimmung seien bestens: „Wir haben schön im Regen trainiert.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Gäste haben erst zwei Spiele ausgetragen und verbuchen drei Punkte. „Über den FC Eldagsen ist uns recht wenig bekannt. Wir konzentrieren uns voll und ganz auf uns. In der Besprechung wird es weniger um den Gegner, als vielmehr um unsere Taktik und unsere Vorgaben gehen“, sagt Völger.

Lesen Sie auch

„Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Heeßel hat eine gute Mannschaft und einen Top-Trainer, das Gesamtpaket scheint zu stimmen. Klar ist aber auch, dass wir aus Burgdorf Zählbares mitnehmen wollen. In der Abstiegsrunde zählt jeder Punkt“, sagt FCE-Trainer Holger Gehrmann: „Für mich ist es ein Duell auf Augenhöhe.“ Personell sieht es wieder besser aus für die Senfstädter. Für eine Einschätzung, wer auflaufen kann, sei es jedoch noch zu früh, sagt Gehrmann. „Das muss ich situativ entscheiden.“

Von Dirk Herrmann und Nicola Wehrbein

Mehr aus Lokalsport

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.