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Handball-Bundesliga

Remis in Minden: Die Recken „ziehen ein Spiel in Crunchtime wieder nicht“

Christian Prokop und die Recken kehren mit nur einem Punkt aus Minden zurück.

Christian Prokop und die Recken kehren mit nur einem Punkt aus Minden zurück.

Hannover. Sie brauchen sich nichts vorwerfen zu lassen, die Recken. Sie haben ihren Vorsprung zwar nicht über die Zeit gerettet, sich aber nicht hängen lassen. Die TSV Hannover-Burgdorf spielte bei GWD Minden 26:26, kassierte den Ausgleich kurz vor Schluss. Dieser Punkt könnte für GWD im Abstiegskampf sehr wertvoll sein. „Das ist gut für uns und zeigt, das unser Team maximal zusammenhält“, sagte Burgdorfs früherer Trainer Frank Carstens. „Wir haben alle Trümpfe in der Hand und bringen Minden mit dummen Fehlern zurück ins Spiel“, kritisierte Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen.

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Wie versessen die Mindener auf diese Punkte waren, stellte GWD-Akteur Lukas Meister früh unter Beweis. Nach einem taktischen Fehler setzte er sich auf den Ball, und der blieb prompt an ihm haften. Torwart Domenico Ebner musste ihm das Spielgerät erst hinterrücks entwenden, das kostete Zeit – eine kuriose Szene, und die Chance auf den Gegenstoß war dahin (9. Minute). Die bekamen die Recken jedoch wenig später. Der starke Ivan Martinovic und Johan Hansen sorgten nach Kontern für die 7:5-Führung in einer sonst recht tempoarmen Begegnung.

Edvardsson kriegt ordentlich was ab

Zur Sache ging es jedoch ordentlich, der defensiv starke Jonathan Edvardsson gab alles und bekam mit einem geblockten Wurf in der 19. Minute schon den zweiten Treffer ins Gesicht ab. Kopfzerbrechen bereitete Trainer Christian Prokop ohnehin eher die Offensive, beim Stand von 9:10 (22.) nahm er die Auszeit und monierte, die Aktionen seien zu durchsichtig.

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GWD verteidigte sehr offensiv und ließ nicht locker. Sinnbildlich dafür stand Tomas Urban, den Nejc Cehte vermeintlich fest im Klammergriff hatte – Cehte schaute gar nicht mehr hin. Doch Urban machte einfach weiter und traf zum 11:9, was wiederum der gute Domenico Ebner sich nicht anschauen mochte. Der Recken-Keeper schimpfte, und auch die Kampa-Halle tobte nun förmlich. Es hätte ein Kipppunkt seien können in diesem Duell. Die TSV jedoch antwortete kühl mit einem doppelten Martinovic aus der Distanz sowie einem eingesprungenen Ilija Brozovic zur 12:11-Führung. Das 12:12 zur Halbzeit war leistungsgerecht.

Recken-Coach Prokop reißt die Fäuste hoch

Nach dem Wechsel nahm die Partie mehr Tempo auf, die Recken blieben dennoch geduldig, legten bei 16:17-Rückstand einen 4:0-Lauf hin. Prokop riss beide Fäuste hoch, klatschte, nahm erneut die Fäuste nach oben. Es war die erste Drei-Tore-Führung der Begegnung. Die Recken verteidigten mit einem Wechsel aus 6:0- und 3:2:1-System solide, hatten aber zunehmend Probleme mit dem agilen Tunesier Mohamed Darmoul. Dennoch blieben sie vorn, Martinovic sorgte mit einem Doppelschlag für das 24:21 (51.). Erneut schenkten die Gäste den Vorsprung indes her. Ein Katastrophenpass von Vincent Büchner ermöglichte Darmoul den Anschlusstreffer zum 23:24.

Es blieb Nervensache. 15 Sekunden glich GWD tatsächlich noch aus, im allerletzten Angriff scheiterte Büchner an Schlussmann Malte Semisch – und blieb mit dem Gesicht zum Boden entnervt liegen. „Wir ziehen ein Spiel wieder in der Crunchtime nicht“, monierte Christophersen, „kämpferisch hat die Mannschaft in hitziger Atmosphäre und stickiger Halle alles gegeben.“

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