Zuwachs

Robert Enke und Frau Teresa adoptieren ein Mädchen

Leila Enke ist gut zwei Monate alt, in Deutschland geboren und schon vor einer Woche im umgebauten Bauernhof der Familie in Empede bei Neustadt eingezogen. „Wir sind sehr, sehr glücklich und dankbar für diesen kleinen Menschen, der in unser Leben getreten ist“, erklärten die Eltern in einer offiziellen Mitteilung, die vorerst die einzige bleiben soll: Wie die 33-jährige Teresa Enke auf HAZ-Anfrage betonte, wünscht sich die Familie, dass ihre Privatsphäre respektiert wird. Die kleine Leila soll sich in Ruhe an ihr Zuhause gewöhnen.

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Der Zuwachs im Hause Enke ist für eine Woche ein sehr gut gehütetes Geheimnis gewesen. Der 31-jährige Robert hatte seine Mannschaftskollegen von Hannover 96 am Montag eingeweiht, nur wenige wussten schon länger Bescheid und hielten natürlich dicht. Und auch die Nachbarschaft der Enkes in Empede hängte die gute Nachricht nicht an die große Glocke. Trotzdem war einigen aufgefallen, dass Teresa Enke seit Tagen ihr neunköpfiges Hunderudel nicht mehr mit dem Jeep zum Auslaufen fuhr, sondern zu Fuß startete – mit Hunden und Kinderwagen.

Nur engste Freunde wussten, dass sich die Enkes seit mehr als einem Jahr um die Adoption bemüht haben. Daran gedacht hatten sie bereits wenige Monate nach dem Tod der mit einem Herzfehler geborenen Lara im September 2006, der die Menschen in Hannover tief erschüttert hatte. Im Januar und noch einmal im August 2007 hatte Robert Enke in Interviews gesagt: „Kinder können vielleicht wieder ein Thema werden – auch Adoption.“ Vor gut einem Jahr ließen sich Teresa und Robert Enke dann als adoptionswillige Eltern bei den Jugendämtern mehrerer Kommunen registrieren. „Einen Promi-Bonus hat es nicht gegeben“, erklärte Jörg Neblung, Freund und Manager des Fußballprofis. „Bei anderen Eltern ging es schneller.“ Die leibliche Kindsmutter, betonte Neblung, sei den Enkes nicht bekannt.

Einen Wettlauf um die ersten Fotos von Leila soll es nicht geben. Ganz bewusst haben sich die Enkes entschieden, ihren Neustart ins Familienleben nicht medial zu inszenieren. „Schon 90 Sekunden nachdem wir die Geschichte öffentlich gemacht haben, hat sich ein Magazin gemeldet und wollte einen Exklusiv-Deal“, berichtet Manager Neblung. Das wurde jedoch abgelehnt. Die Enkes wollen selbst entscheiden, wann sie sich zum ersten Mal zusammen öffentlich zeigen. Vielleicht schon am Sonnabend: „Es kann sein“, sagt Neblung, „dass Teresa beim letzten 96-Heimspiel der Saison gegen den VfL Wolfsburg mit Leila ins Stadion kommt.“

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Ob Leilas erster Besuch in der hannoverschen Arena auch zugleich der letzte ist? 96-Chef Martin Kind freute sich nicht nur über „die tolle Entscheidung der Enkes“, er kann den Fans, die den vorzeitigen Vereinswechsel des 96-Stars im Sommer befürchten, ein bisschen Hoffnung machen: „Ich glaube, unsere Chancen, ihn zu halten, haben sich ein ganz kleines bisschen verbessert.“

von Anika Falke und Volker Wiedersheim

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