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Landesliga-Abstiegsrunde

Sieg in Unterzahl: Sarstedt lässt sich gegen Burgdorf „nicht aus der Bahn werfen“

So sieht Erleichterung aus: Die Spieler des 1. FC Sarstedt freuen sich über ihren ersten Treffer gegen Burgdorf.

So sieht Erleichterung aus: Die Spieler des 1. FC Sarstedt freuen sich über ihren ersten Treffer gegen Burgdorf.

Sarstedt. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die TSV Burgdorf wirkte Marc Vucinovic nicht nur erleichtert, sondern rundherum zufrieden: „Klar sind wir froh über den ersten Dreier, aber ich bin vor allem glücklich mit der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist“, betont der Coach des Landesligisten 1. FC Sarstedt. „Bevor wir übers Fußballspielen reden, müssen erst mal unsere Basics stimmen: Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft und die Kommunikation. Und in dieser Hinsicht haben es die Jungs heute über 90 Minuten überragend gemacht.“

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Genau das konnte Gästetrainer Jens Winkel über sein Team nicht sagen: „Wir haben nicht an die Leistung aus dem Derby gegen Heeßel angeknüpft. Die Mannschaft hat es diesmal nicht gut gemacht und absolut verdient verloren.“ Hauptkritikpunkt des Coaches: „Heute fehlte die Überzeugung, das Spiel zu gewinnen.“

Diese war aufseiten der Hausherren an diesem Nachmittag spürbar vorhanden. „Die Mannschaft hat heute von Beginn an die Einstellung ausgestrahlt, dass sie bereit und in der Lage sind, jede Hürde zu nehmen“, sagt Vucinovic. Und wie schon an den zwei Wochenenden zuvor, hielt auch diese Partie wieder unvorhergesehene, unschöne Entwicklungen für die Sarstedter bereit.

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Nachdem Jonas Jürgens die in den ersten 20 Minuten spielbestimmenden und extrem griffigen Gastgeber nach einem Eckball per Kopf in Führung gebracht hatte (13. Minute), zog sich zunächst Edwin Hertel eine Platzwunde zu und musste ausgewechselt werden (38.). Nur eine Minute später sah Keeper Jonas Schmedt die Rote Karte, weil er bei einer Rettungsaktion den Ball außerhalb des Sechzehnmeterraumes mit der Hand gespielt haben soll. Und in der 45. Minute verweigerte der Referee den Sarstedtern einen Strafstoß, als der TSV-Torhüter gegen Jürgens etwas rüde einstieg, der Stürmer danach nur unter Schmerzen weiterspielen konnte und später sogar ausgewechselt werden musste.

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„Diesmal haben die Spieler diese negativen Dinge angenommen und sich nicht aus der Bahn werfen lassen“, freute sich Vucinovic. Man habe im Grunde gar nicht gesehen, dass die eigene Mannschaft in Unterzahl agiert habe. „Die Mannschaft hat alles wegverteidigt – und das in der Regel schon weite vor dem eigenen Strafraum“, lobte Vucinovic. Man habe den Gegner trotz Dezimierung immer wieder bereits im Spielaufbau zu Fehlern gezwungen. „Die Burgdorfer mussten viele lange Pässe schlagen, die für uns kein Problem waren.“ Der eigene Keeper habe in der gesamten Partie nicht einen einzigen Ball halten müssen.

Das räumte auch Winkel enttäuscht ein: „Wir hatten überhaupt nur drei Abschlüsse, Chancen will ich das gar nicht mal nennen.“ Sein Pendant auf Sarstedter Seite sah das ähnlich: „Zwei Schüsse gingen in den Fangzaun, einer daneben.“ Der 1. FC dagegen hätte durch einen weitere Kopfball von Jürgens sogar vor der Pause fast noch auf 2:0 erhöht (30.), allerdings parierte TSV-Keeper Nico Lindner stark.

Schäfer bringt den Abpraller im Tor unter

Nach dem Wechsel rannten die Gäste an, doch sie bissen sich an den leidenschaftlich gegen den Ball arbeitenden Platzherren die Zähne aus. „Wir haben einfach keine Lösungen gefunden“, monierte der Burgdorfer Coach. „Die Sarstedter haben das aber auch klasse gemacht, mit großer Aggressivität und enormer Konsequenz verteidigt.“ Und das Team von Vucinovic setzte zudem regelmäßig gefährliche Nadelstiche. Nach einem langen Pass kam der A-Jugendliche Aiman Hoballah zum Schuss, und den vom Pfosten abprallenden Ball brachte Christian Schäfer zum 2:0 im TSV-Tor unter (68.).

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In der Schlussphase boten sich den Gastgebern noch weitere gute Möglichkeiten: Einen direkten Freistoß zirkelte Schäfer an die Latte, und Niklas-Dominik Schröder zwang den eingewechselten Burgdorfer Ersatzkeeper Till Adebahr zu einer Glanzparade. „Am Ende hätte es auch 3:0 oder 4:0 ausgehen können“, resümierte Vucinovic.

Der Sarstedter Trainer zollte nach dem Abpfiff seinen gesamtem Team ein Riesenlob: „Heute hätte ich elf Spieler für die Elf des Tages nominieren können. Einen herauszuheben, täte den anderen Unrecht.“

Von Jens Niggemeyer

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