Los Angeles FC

Trainer-Rockstar mit 96-Gen: Steven Cherundolo in den USA auf Meisterkurs

Steht als Trainer im Fokus: 96-Ikone Steven Cherundolo schwimmt beim Los Angeles FC auf der Erfolgswelle und kann am kommenden Sonnabend in der Nordamerika-Liga MLS Meister werden.

Steht als Trainer im Fokus: 96-Ikone Steven Cherundolo schwimmt beim Los Angeles FC auf der Erfolgswelle und kann am kommenden Sonnabend in der Nordamerika-Liga MLS Meister werden.

Hannover. Das Halbfinale gewann sein Los Angeles FC schon mal locker mit 3:0 gegen den Austin FC aus Texas – jetzt verrät Cherundolo (43) bei „Telefon Kopenhagen“, dem Podcast über Hannover 96, wie das Leben in der US-Metropole L. A. läuft.

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Selbst die große Zeitverschiebung ändert nichts an der alten Liebe – wenn 96 spielt, steht der Ex-Kapitän auch mal um 4 Uhr morgens in L. A. auf. „Das macht ja nichts. Ich verfolge das mit vollem Herzen, und ich bin ein Frühaufsteher“, sagt der mögliche Meistercoach, „dann kann ich den restlichen Tag nutzen.“ Und wie.

Erst im Januar übernahm Cherundolo den LAFC, drehte die eher erfolglose Mannschaft auf links und führte sie nun ins MLS-Finale ge­gen Philadelphia Union (Sonnabend, 21 Uhr deutscher Zeit). Ohne die 96-Ikone hatte der LAFC nicht mal die Play-offs er­reicht, in denen nach einer Hauptrunde der Meister im K.-o.-Format ausgespielt wird. Mit „Do­lo“ an der Seite holte der LAFC ein Jahr später die meisten Punkte der Hauptrunde und schaffte nun den Fi­nal­ein­zug.

Eine 96-Rückkehr „würde ich nie ausschließe“

Ein erfolgreicher Weg; eine Rückkehr zu 96 kann er sich aber vorstellen. „Wenn beide in die richtige Richtung gehen, gu­cke ich nicht, wie es anderswo ist. Und so fühle ich mich im Moment in Los Angeles beim LAFC“, sagt Cherundolo einerseits. Doch ein Engagement in Hannover „würde ich nie ausschließen. Ich würde mich freuen. Aber es muss für beide passen, und es müssen beide wollen.“ Das Haus in Hannover ha­ben die Cherundolos jedenfalls behalten, „es könnte schnell gehen“ mit einer Rückkehr zur alten Liebe, sagt der Ex-Kapitän, der 15 Jahre lang bei 96 kickte und nach dem Karriereende vier weitere als Nachwuchscoach dranhängte.

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Eile gibt es aber nicht. Während 96 nach unruhigen Zeiten mit Stefan Leitl zu­rück in der Spur ist, läuft es bei Cherundolo in L. A. – auch privat. Bis in seine Heimatstadt San Diego sind es nur zwei Fahrtstunden, ein Klacks für US-Verhältnisse. „Meine Familie wohnt noch dort, wir sehen sie oft. Das hat eine ganz wichtige Rolle gespielt, ich wäre nicht überall in die USA gewechselt“, verrät der Trainer. Und in L. A. leben er, Ehefrau Mandy und die Töchter (sieben und neun) im schicken West L. A. „Der Strand ist in der Nähe, Downtown auch. In L. A. hat man alles, was man will – und das eigentlich sofort“, schwärmt er. Im Stadion des LAFC gibt es sogar für die Fans einen Poolbereich.

Ein Star – und Gareth Bale (rechts): Fußballlehrer Steven Cherundolo hat den Los Angeles FC auf links gedreht und erfolgreich gemacht. Auch wenn sein fünfmaliger Champions-League-Sieger (mit Real Madrid) Bale aktuell verletzt ist.

Ein Star – und Gareth Bale (rechts): Fußballlehrer Steven Cherundolo hat den Los Angeles FC auf links gedreht und erfolgreich gemacht. Auch wenn sein fünfmaliger Champions-League-Sieger (mit Real Madrid) Bale aktuell verletzt ist.

Da kann der Maschsee schwer mithalten. Und auch 96 kann mit Cherundolos LAFC-Team kaum mithalten, in dem Gareth Bale der Star ist, aber gar nicht so viel spielt. Er kam zusammen mit Italiens Europameister Giorgio Chiellini im Sommer. Cherundolo lobt: „Die beiden sind Weltklassespieler. Von Tag eins kamen sie mit einem Lächeln zur Arbeit, arbeiten hart und sind eine Bereicherung für den Klub.“

Doch auch wenn die Na­men bekannt sind in Europa, ist der Fußball in den USA ein anderer. „Das ist eine andere Art“, bestätigt Cherundolo, „wir haben einen sehr großen Einfluss aus Südamerika, es gibt sehr viele Eins-gegen-eins-Duelle. Wir bei LAFC versuchen es, etwas mehr nach der europäischen Art zu richten – kompakter und schneller, dass man die Momente im Umschaltspiel ausnutzt. Das ist eine echte Challenge.“ Aber eine, die er auf dem Weg zum Meistertitel bisher locker meistert.

So hören Sie den Podcast

Hannover 96 hat viele be­son­de­re Fußballmomente erlebt – vom Europawunder in Sevilla bis zum Aufstieg in Sandhausen. Wir lassen die historischen Au­gen­bli­cke in Audioform aufleben. Beim Podcast „Telefon Ko­pen­ha­gen“ spricht Sport­re­dak­teur Jo­nas Szemkus mit Helden von damals und Stars von heute über ihr emotionalstes Spiel für 96 – diesmal mit Steven Cherundolo über das Quali-Hinspiel ge­gen den FC Sevilla im Au­gust 2011. Neue Folgen der zweiten Staffel gibt es immer montags – hören können Sie die bequem, wann und wo es Ihnen passt. Das gilt für neue Folgen mit Cherundolo, Timo Hübers und Philipp Tschauner genauso wie für vorherige Episoden mit Niclas Füllkrug und Co. „Telefon Kopenhagen“ finden Sie überall dort, wo es Podcasts gibt – zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts und Deezer.

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