0:0 bei Viktoria Köln

TSV Havelse erkämpft sich einen Punkt – aber der ist zu wenig

Grosschance: Florian Riedel (links) wird Seokju Hong nicht am Abschluss hindern können, der Südkoreaner schießt jedoch daneben.

Grosschance: Florian Riedel (links) wird Seokju Hong nicht am Abschluss hindern können, der Südkoreaner schießt jedoch daneben.

Köln. So gut, wie der Februar für den TSV Havelse be­gon­nen hat, so schlecht hört er für das Schlusslicht der 3. Liga auf. Das 0:0 bei Viktoria Köln stoppte immerhin den Abwärtstrend, es war eine Antwort auf das 1:3 jüngst im Kellerduell gegen Würzburg. Dass die Null auf beiden Seiten stand, war nach diesem Spielverlauf ei­ne gute Nachricht. Aber ei­gent­lich ist dieser Punkt dann doch zu wenig im Ab­stiegs­kampf. Denn der Ab­stand auf das rettende Ufer könnte am 28. Spieltag im schlimmsten Fall auf neun Punkte anwachsen – ihr Etappenziel für diesen Monat haben die Garbsener klar verpasst!

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Dass Fynn Lakenmacher als einzige Spitze meist auf sich allein gestellt war, belegte den Plan des Schlusslichts. Tief stehen und nach Ballgewinn mit hohen und schnellen Bällen nach vorn spielen. Umschaltmomente oder Nadelstiche, auf die nicht nur TSV-Trainer Rüdiger Ziehl immer wieder setzt.

Bereits in der 9. Minute musste Havelse tief durchatmen. TSV-Keeper Norman Quindt hatte den Fernschuss von Marcel Risse nach links klatschen lassen, Seokju Hong staubte erfolgreich ab, stand beim Abschluss aber im Abseits. Glück gehabt. Der 18-jährige Südkoreaner wirbelte seine Gegenspieler auch in der Folge durcheinander und vergab binnen drei Minuten zwei weitere Chancen (21. Minute, 23.). Erst nach einer halben Stunde konnten sich die Garbsener zumindest ein bisschen befreien, dennoch musste Quindt nach einem Kuddelmuddel im Strafraum gegen Kai Klefisch Kopf und Kragen riskieren (42.).

Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte der TSV noch einmal die Chance, gefährlich vor das Kölner Tor zu kommen. Noch einmal? Zum ersten Mal in den ersten 45 Minuten. Was dann folgte, war ein Beleg für die Havelser Harmlosigkeit. Leon Da­mer chippte den Ball auf Niklas Tasky am linken Strafraumeck, doch der Innenverteidiger sprang unter der Flanke hindurch, der Ball kullerte ins Aus. Ein Sinnbild für die Offensivbemühungen der Gäste.

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Die zweite Halbzeit be­gann mit einem Alleingang von Havelses Kianz Froese, allerdings auch mit einem ungefährlichen Abschluss (47.). Und auch wenn die Gäs­te nun aktiver wurden, blieb es über weite Strecken Einbahnstraßenfußball in Richtung TSV-Tor. Köln war das eindeutig gefährlichere Team: Ein Risse-Freistoß strich knapp über den Kasten (65.), Quindt streckte sich erfolgreich nach einem Schuss des eingewechselten Luca Marseiler (70.).

Havelser Nadelstiche gab es noch zweimal – immerhin: Die Schüsse von Leon Damer strichen allerdings entweder am langen Pfosten (83.) oder an der Latte (89.) vorbei.

„Da können wir uns belohnen für ein Spiel, in dem wir viel hinterhergelaufen sind, viel investiert haben“, sagte Ziehl, „wir hatten wenig den Ball, aber Priorität war, zu null zu spielen.“ Am Ende stand ein 0:0, für den TSV-Trainer eine Basis für die kommenden Spiele: „Das war eine gute Reaktion nach der Niederlage gegen Würzburg. Am 38. Spieltag werden wir wissen, was dieser Punkt wert ist.“

Von Christoph Hage

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