Fußball: Landesliga-Aufstiegsrunde

Dreifacher Heuermann: Pattenser zerrupfen die Krähen

Luftdreikampf: Die Pattenser Maximilian Schulz (links) und Torhüter Patrick Lehmann klären mit vereinten Kräften vor Krähenwinkels Kevin Malarowski.

Luftdreikampf: Die Pattenser Maximilian Schulz (links) und Torhüter Patrick Lehmann klären mit vereinten Kräften vor Krähenwinkels Kevin Malarowski.

Krähenwinkel. Wer den Waldsee-Kurier, das Stadionheft des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, vor dem Heimspiel gegen den TSV Pattensen aufmerksam durchgeblättert hatte, der dürfte sich nach dem Abpfiff einen der Artikel gleich wieder ins Gedächtnis gerufen haben. Zwischen beiden Klubs habe es in Punktspielen noch nie einen Auswärtssieg gegeben, stand da zu lesen. Nun, solche Serien sind bekanntlich dazu da, dass ihnen irgendwann ein Ende gesetzt wird. So geschehen im Aufstiegsrundenduell der Landesliga, zu dem die Pattenser das entsprechende Ergebnis lieferten, und was für eins: Das Team von Trainer Sebastian Franz gewann am Waldsee mit 5:0 (2:0).

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Fünf zu null! Ist nicht davon die Rede gewesen, dass es in diesem Wettbewerb bis zum letzten Spieltag äußerst eng zugehen würde? Das Resultat des Nachholspiels sagt etwas anderes aus, auch wenn es erst in der Schlussphase durch drei Tore des eingewechselten Nils-Ole Heuermann an Deutlichkeit zunahm. Der Hattrick des 21-jährigen Sturmflitzers machte den Fußballabend auf dem D-Platz unter Flutlicht für die Krähen besonders bitter. Bei aller Einsatzfreude, die man ihnen nicht absprechen konnte, kassierten sie die höchste Heimniederlage seit fünfeinhalb Jahren und stürzten in der Tabelle nach dem vierten sieglosen Auftritt auf den letzten Platz ab.

Jedes Team trifft einmal die Latte

In der ersten Halbzeit war es noch schwierig zu sagen, was den Unterschied ausmachte, vielleicht die Präzision und Konsequenz der Franz-Elf im Abschluss. Pattensens Melvin Görgen und KK-Torjäger Marcel Kunstmann waren in der zerfahrenen Anfangsviertelstunde zunächst an der Latte gescheitert, Krähen-Keeper André Pigors verhinderte den Rückstand noch mit einem großartigen Reflex, als Til Buchmann nach einem schnell ausgeführten Freistoß völlig frei vor ihm auftauchte. Den daraus resultierenden Eckball bekam der Torwart indes nicht zu fassen – hinter ihm schraubte sich Johannes Weber hoch, wie einst Horst Hrubesch stand er in der Luft und köpfte zum 1:0 ein (26. Minute). Nicht viel später fiel auch schon das 2:0, Buchmanns Querpass nach starkem Dribbling verwertete Simon Hinske mühelos (38.).

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So sehr die Krähen nach der Pause ihre Anstrengungen forcierten, die gut geordnete Abwehr ihres Gegners auszuhebeln – sie schafften es nicht. Felipe Böttcher scheiterte an Pattensens Tohüter Patrick Lehmann, den Nachschuss setzte Jannis Neugebauer über den Kasten – die Torchance in der 78. Minute blieb die einzige in der zweiten Halbzeit für den TSV KK, dessen Coach Pascal Preuß auch personell zurzeit nur bedingt nachlegen kann. Böttcher und Tristan Schmidt waren die einzigen Ersatzspieler aus dem Landesligakader, hinzu kam ein Trio aus dem Kreisligateam. Einen stechenden Joker hatte Preuß jedoch nicht dabei.

Heuermann, Heuermann, Heuermann

Ein solcher saß hingegen ein paar Meter weiter rechts bei den Pattensern auf der Bank und wartete in der sich immer mehr zu einem Kampfspiel entwickelnden Partie auf seinen Einsatz. Die Gäste lauerten auf den entscheidenden Konter, und mit Heuermanns Einwechslung sollte sich die Geduld mehrfach auszahlen. Nach einem Pass in die Tiefe (81.), einer Flanke von Sascha Lieber (83.) und per Direktschuss aus 25 Metern nach einem Eckball (87.) sorgte der Dauerrenner für das 3:0, 4:0 und 5:0. Der Mann war einfach nicht zu halten. Kevin Ma­larowski gelang das in der Schlussminute, als Heuermann erneut lossprinten wollte, nur unter Zuhilfenahme beider Hände – Schiedsrichter Lennart Kernchen, der eine ausgezeichnete Leistung bot, musste Gelb-Rot zücken (90.).

Dieses 0:5 müssen die Krähen erst einmal verdauen, am Ostermontag (15 Uhr) geht es für sie beim TuS Garbsen bereits mit dem Bezirkspokal-Viertelfinale weiter. Der TSV Pattensen, der in diesem Wettbewerb zur gleichen Zeit beim SV Bavenstedt antritt, hat sich mit dem ersten Sieg in der Aufstiegsrunde dagegen eine neue Perspektive verschafft. Der Abstand zu Spitzenreiter TSV Wetschen beträgt für das Franz-Team nur noch drei Punkte.

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