Handball-Frauen

Kein Aufstieg, aber TV Badenstedt reagiert und siegt stark

Mit Wucht: Badenstedts Jana Pollmer zieht gegen Ibbenbüren ab.

Mit Wucht: Badenstedts Jana Pollmer zieht gegen Ibbenbüren ab.

Hannover. Die Handballerinnen des TV Hannover-Badenstedt haben sich mit dem 37:24 (15:12)-Sieg gegen die Ibbenbürener SpVg den zweiten Platz in der 3. Liga zurückgeholt. „Es war eine überragende Leistung, von allen“, schwärmte Trainer Frank Käber.

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Dabei waren die letzten 14 Tage nicht leicht, da der Verein nicht für die Aufstiegsrunde meldete und der Mannschaft erneut der Lohn für sehr gute Leistungen verwehrt bleibt. Wie fühlt sich diese bittere Nachricht für die Spielerinnen an? „Ich möchte mich dazu nicht äußern“, sagte Mannschaftsführerin Leonie Neuendorf.

Überragende Deckung

Dass es vor der Pause nicht lief und der Vorletzte sogar 10:9 (21.) führte, lag daran, dass coronabedingt einige Spielerinnen und damit der Rhythmus fehlte. Nach Wiederanpfiff kam das Team in Schwung und bot den Fans ein Spektakel. Grundstein war die überragende Deckung, die insgesamt 20 Ballgewinne schaffte und viele Gegenstöße ermöglichte. Spätestens beim 28:18 (46.) war das Spiel gelaufen. In Abwesenheit einiger erfahrenen Spielerinnen sprangen Talente wie Luise Albert, die jüngst ihre zweite Einladung zu einem DHB-Lehrgang erhielt, und Monja Nagel ein. „Monja wird im Lauf der Saison immer besser“, lobte der Trainer. Stark war auch Julia Oschmann, die im vergangenen Sommer vom Oberligisten MTV Rohrsen gekommen war und unter Torwarttrainer Norbert Potthoff zu einer der besten Torhüterinnen der 3. Liga reifte.

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Hoffnung für Seriensieger HSV

Von Sieg zu Sieg eilen derweil die Drittliga-Männer des HSV Hannover. Sie fuhren mit dem 31:29 (17:17) beim MTV Braunschweig den fünften doppelten Punktgewinn in Folge ein und können mehr denn je hoffen, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Der Rückstand auf Platz sechs schmolz auf einen Zähler.

Es war eine Zitterpartie, in der die Entscheidung erst mit der letzten Aktion des Spiels fiel. Nach einem rüden Foul an Flavio Pichiri gab es 22 Sekunden vor dem Ende Siebenmeter. Lars Hoffmann scheiterte, doch seine Mitspieler eroberten den Abpraller und Robin Müller machte den Sack zu. Während Spieler und Fans überschwänglich feierten, war Trainer Robin John nur mit dem Ergebnis zufrieden: „Man hat gemerkt, welchen Druck wir haben. Aber es ist positiv, dass wir derzeit auch schlechte Spiele gewinnen.“ Nachdem Joel Wolf zum 25:22 (43.) traf, hätte der HSV das Spiel früher entscheiden können. Jonas Borgmann, Pichiri und Müller vergaben frei vor dem Tor aber beste Chancen. „Man hat gesehen, dass zu viele Spieler bei uns Nerven zeigen. Das muss am Mittwoch in Vinnhorst besser werden“, fordert der Trainer.

Burgwedel verpasst Wende

Handball Hannover Burgwedel verpasste beim 24:26 (11:13) gegen den Tabellenzweiten Eintracht Hildesheim nur knapp die Überraschung. „Es war wie gegen Vinnhorst und Hildesheim. Wir spielen gut, stehen aber mit leeren Händen da“, ärgerte sich Trainer Carsten Schröter. Nach einem Sechs-Tore-Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber nach dem 21:22 von Julius Hinz (55.) sogar die Chance zum Ausgleich, erlaubten sich aber einen technischen Fehler, den die Gäste mit dem 24:21 (58.) bestraften.

Von Uwe Serreck

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