33:22 gegen Schaumburg

Wildes Spiel begeistert Fans und bringt MTV Großenheidorn wichtigen Derbysieg

Fulminanter Auftritt: MTV-Spieler Thorben Buhre (links) kommt am Kreis gegen Torwart Niklas Blomberg frei zum Wurf.

Fulminanter Auftritt: MTV-Spieler Thorben Buhre (links) kommt am Kreis gegen Torwart Niklas Blomberg frei zum Wurf.

Handball. Was für ein Neustart der Männer des MTV Großenheidorn! Nach vier Wochen Zwangspause deklassierte der Tabellenzweite der Oberliga die HSG Schaumburg Nord mit 33:22 (16:9). Schon Minuten vor dem Abpfiff hielt es die MTV-Fans unter den 317 Zuschauern in der Meerfestung nicht mehr auf ihren Sitzen. Auch Trainer Stephan Lux war begeistert: „Es war schön, wieder vor Fans zu spielen.“

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Allerdings dauerte es fünf Minuten, bis seine Mannschaft in Fahrt kam und Jonathan Semisch zum 1:1 das erste Tor gelang. „Da hat man gesehen, dass wir lange nicht gespielt haben“, sagte Lux. Nach einem Zusammenprall zwischen Bastian Weiß und Marwan Blazek (6. Minute) war das Derby dann auch emotional eröffnet. Erneut Weiß traf zum 4:3 (12.), ehe Sekunden später Maurice Nolte den Arm von Schaumburgs Mirko Thieme ins Gesicht bekam, der dafür die Rote Karte sah. Der MTV nutzte die Überzahl zum 7:3, danach nahm Gästetrainer Saulius Tonkunas die Auszeit. Auch danach blieben die Heidorner griffig. Mit einer extrem aggressiven 5:1-Deckung stellten sie den zuletzt in Barsinghausen so gefährlichen Schaumburger Rückraum wie geplant kalt und trafen selber nach Belieben.

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Mit drei fulminanten Treffern in den Torwinkel stellte MTV-Spieler Niklas Hermann auf 12:6, im direkten Gegenzug der Gäste klaute Julius Bausch den Ball und erhöhte nach einem Alleingang auf 13:6 (23.). Die Gastgeber hatten sich längst in einen Rausch gespielt. Weil beide Teams auch in der Folge ein sehr hohes Tempo anschlugen, wurde das Spiel bis zur Pause immer wilder.

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Nach der Halbzeit kamen die Gastgeber mit viel Energie aus der Kabine zurück und waren wacher als der Gegner. Ein Kreisanspiel auf Kevin Ströh fand zwar nicht sein Ziel, doch Julius Bausch fing den Pass des Schaumburger Keepers ab und erhöhte auf 17:9. Weiß verwandelte kurz darauf einen Siebenmeter mit einem frechen Heber zum 18:9 (35.).

Mit der Darbietung seiner Mannschaft in den nächsten 13 Minuten war Lux jedoch überhaupt nicht zufrieden. Plötzlich war der Spielfluss weg, und auch der bis dahin starke Torwart René Schöpfer bekam nichts mehr zu fassen. Die MTV-Führung schmolz auf 22:17, der Trainer war sauer: „Wir müssen das Tempo gestalten“, brüllte er Richtung Spielfeld und nahm die Auszeit. In der von beiden Trainern sehr launig gestalteten Pressekonferenz nach dem Spiel sprach der MTV-Coach über diese Phase des Spiels von „Altherrenhandball. Da hat keiner geschwitzt“ und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Auf dem Feld machten seine Spieler dann wieder Ernst. Maurice Nolte tankte sich zum 24:18 durch, und nach einer Parade des eingewechselten Szymon Wagner erhöhte Jakob Appel mit Hilfe des Innenpfostens auf 25:18 (51.). In den letzten Minuten brachte Lux den lange verletzten Phil Hornke, der die Großenheidorner Überlegenheit mit seinem Doppelpack in der Schlussminute auch in Zahlen ausdrückte. Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht. Am Dienstagabend (20 Uhr) steht für den MTV das Nachholspiel bei der SG Börde an.

Von Uwe Serreck

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