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Energiezentrum des E-Bikes: So bleibt der Akku fit

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Nimm mich mit: Manche E-Bikes setzten auf entnehmbare Akkus - dann lässt sich für längere Touren auch ein Zweitakku als Reserve mitnehmen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

Kraftspender, Energieriegel, Power Bar oder Strombrikett - wie man ihn auch nennt: Der Akku ist das Herzstück des Pedelecs. Ohne dessen Saft läuft der Motor nicht. Er ist die zugleich die teuerste Komponente am Elektrofahrrad. Schon allein deshalb behandelt man ihn besser gut, um die Speicherzellen lange fit zu halten. Gängig ist mittlerweile, Akkus schwerpunktgünstig im Rahmendreieck oder im Rahmen selbst unterzubringen. Sie sitzen auf dem Rahmenrohr auf oder sind im Rohr entweder teil- oder vollständig integriert.

Kapazität und Reichweite

Die für den Alltag wichtigste Kennziffer misst sich in Wattstunden - abgekürzt Wh. In Wh angegeben wird der Energiegehalt im vollgeladenen Zustand, oft auch Kapazität genannt. Gängig am Markt sind Akkus mit Kapazitäten von 400 Wh bis 750 Wh.

Wie weit kommt man mit einer Akkuladung?

Eine Frage, auf die „keine allgemeingültige Antwort gegeben werden kann", sagt Tamara Winograd als Pressesprecherin Bosch E-Bike-Systems. Dies hänge von unterschiedlichen Parametern ab. Das Gewicht von Fahrer oder Fahrerin sowie des Gepäcks oder der Reifendruck beeinflussen den Stromverbrauch, aber auch der gewählte Unterstützungsmodus, häufiges Anfahren und der Motor und der Akku selbst. „So sind weniger als 20 bis zu deutlich über 100 Kilometer mit einer Akkuladung möglich."

Laden und Lagern

E-Bike-Akkus werden an der Haushaltssteckdose geladen. Wie lange eine Komplettladung dauert, hängt von der Kapazität des Akkus und dem verwendeten Ladegerät ab. Demnach kann es zwischen zwei und sechs Stunden dauern, bis der Ladezustand bei 100 Prozent liegt.

Schutz ist auch im Hochsommer gefragt: Dekra-Experte Hof warnt trotz der hohen Sicherheitsstandards für E-Bike-Akkus vor zu großem Hitzeeinfluss - zum Beispiel, wenn das Bike bei Sommerhitze stundenlang vor dem Schwimmbad in der prallen Sonne steht. ,,Also besser im Schatten parken oder den Akku abnehmen". Aber auch an nicht so heißen Tagen, selbst im Herbst und Winter kann direkte Sonneneinstrahlung Akkus aufheizen - und ist daher zu meiden.

Lilly Eckstein vom E-Bike-Komponentenhersteller Brose erklärt, was passieren kann: Extreme Hitze könne dazu führen, dass sich der Innenwiderstand des Akkus erhöht. Das bedeutet: An den Akkuzellen wird mehr Energie in Wärme umgewandelt. Diese Energie fehlt dem Motor und hemmt die Leistung des E-Bikes", so Eckstein.

Wie lange hält der Akku?

Zwischen 500 und 1000 Ladezyklen versprechen die Hersteller von E-Bike-Akkus. Dabei entspricht ein Ladezyklus einer Vollladung auf die gesamte Kapazität und kann sich folglich in mehrere Teilladungen aufsplitten. Herstellerschätzungen zufolge entspricht das einer Nutzung von drei bis fünf Jahren oder einer Gesamtstrecke von 25 000 bis 100 000 Kilometern. dpa