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Wie Bienenfans die Tiere besser unterstützen

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Manche Bienen­- arten sind sehr wählerisch. Foto: Pexexl/Anton Atanaso

Bienen sind wählerisch – sowohl beim Speiseplan als auch bei Brutplätzen

Wie wichtig Wildbienen und Hummeln für das Ökosystem, aber auch ganz unmittelbar für die Versorgung von uns Menschen sind, das wissen inzwischen die meisten. Viele achten auch bereits auf bienenfreundliche Blüten im Garten, auf dem Balkon oder haben vielleicht sogar schon ein Insektenhotel aufgehängt. Was viele aber nicht wissen: unsere eifrigen Bestäuber sind ausgesprochene Spezialisten.

Manche Arten fliegen zum Beispiel nur ganz bestimmte Pflanzenfamilien an. Wenn diese Pflanzen verschwinden, sterben auch die entsprechenden Bienenarten aus. Vor allem heimische Wildblumen wie Natternkopf, Glockenblume oder Wilde Möhre stehen exklusiv auf dem Speiseplan seltener Bienenarten. Wer den entsprechenden Platz hat, kann ihnen also mit einer Wildblumenwiese helfen. Wichtig ist dabei allerdings, eine Samenmischung mit heimischen Wildblumen auszuwählen. Darüber hinaus sollten Bienenfreundinnen und -freunde im Garten oder für den Balkon zu Stauden und Sträuchern mit ungefüllten Blüten greifen und darauf achten, dass das ganze Jahr über etwas blüht.

Manche Arten nisten außerdem nicht im Holz, sondern direkt im Boden. Sie brauchen unbearbeitete Flächen mit Sand- oder Lehmboden, in denen sie ihre Höhlen anlegen können. Im Idealfall sollten diese sonnig und vor zu viel Regen oder Überflutung geschützt sein. Oft dienen auch überraschende Orte als geeignete Nistplätze: unbepflanzte Streifen direkt am Haus, kahl getretene Rasenwege oder brach liegende Beete. Man sollte einfach einmal mit offenen Augen durch die Umgebung gehen und gezielt nach den eifrigen Gästen suchen. Findet man einen Platz, an dem bereits Bienen oder Hummeln nisten, so sollte man diesen auch in Zukunft freihalten. Pflanzen, die sich selbst ansiedeln, kann man regelmäßig entfernen. Am besten natürlich außerhalb der Brutzeit, um die Insekten nicht zu stören.

Wer keine entsprechenden Flächen findet, kann sie aber auch selbst anlegen: Entweder indem man einfach einmal Beete in geeigneter Lage frei lässt. Oder indem man gezielt ein hübsches Biotop gestaltet. Im Idealfall kann man dafür den vorherrschenden Mutterboden der Region verwenden. Aber auch Sand ist für viele Insekten sehr einladend. Damit die Höhlen stabil bleiben, sollte es allerdings ungewaschener Sand sein, also eher kein Spiel- oder Flusssand. Den Sand füllt man in eine 40 bis 50 cm tiefe Grube, die mindestens einen halben Meter breit sein sollte. Als unterste Schicht ist eine Drainage aus Kies sinnvoll, damit kein Wasser in den Gängen stehen bleibt. Die freie Sandfläche dient als Nistplatz für verschiedene Insekten. Rundherum kann man noch ein paar Steine oder Holzstücke legen und zum Beispiel trockenheitsverträgliche Kräuter pflanzen.

Wenn es dann noch viele Blüten über das ganze Jahr und etwas Wasser in der Nähe gibt, sind die Bienen und Hummeln bestens versorgt.

Eine genauere Beschreibung zum „Sandarium“ für Bienen, Bauanleitungen für Insektenhotels und noch viel mehr Tipps und Ideen zum Bienenschutz gibt es auf der Website der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ unter www.1000gutegruende.de .

5 Tipps für Bienenschützer

- 1. Ungefüllte und regionale Blütenpflanzen nutzen
- 2. Blütenpflanzen rund ums Jahr anpflanzen
- 3. Auf chemischen Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten
- 4. Nistmöglichkeiten anbieten
- 5. Keine Schottergärten anlegen