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Leibniz Universität Hannover: Ein Name, der verpflichtet

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Offener Lernort: Das Sockelgeschoss des Hauptgebäudes ist ein guter Ort für das persönliche Studium. Foto: Moritz Küstner/LUH

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 29 500 Studierende aus 119 Ländern an neun Fakultäten – dazu etwa 3100 Forschende in mehr als 150 Instituten. Die Leibniz Universität ist eine der neun führenden technischen Universitäten in Deutschland. Und sie kann aus dem Vollen schöpfen. Denn ihr Portfolio beinhaltet ein breites Fächerspektrum, das von den Ingenieur- und Naturwissenschaften über die Architektur und Umweltplanung, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu forschungsstarken Sozial- und Geisteswissenschaften reicht. Geballte Kompetenz in 84 Studiengängen!   

Die heutige Uni ist so vielseitig und weltgewandt wie ihr Namenspatron

Die breite Aufstellung steht dabei der inhaltlichen Profilbildung keinesfalls im Weg. Vor allem das Lehr- und Forschungsprofil ist beispielgebend. Zudem stärken Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern die wissenschaftliche Expertise.

Dabei will die Leibniz Universität genauso vielfältig und weltgewandt wie Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) sein – der Universalgelehrte ist seit 2006 Namenspatron.

Interdisziplinär und international orientiert

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Praktisch erprobt: Am Institut für Werkstoff­- kunde und Schweiß­- technik wird handfest ­geforscht. Foto: Daniel Vogl/ LUH

40 Jahre war er mit Hannover verbunden, lieferte entscheidende Beiträge auf allen Gebieten der Wissenschaft seiner Zeit. Heute sollen seine Universalität und Ausstrahlung Ansporn und Verpflichtung für die Leibniz Universität sein. So zählt neben der exzellenten Lehre und Forschung, der Interdisziplinarität und Internationalität vor allem auch die Universität als Gemeinschaft, die nach wissenschaftlicher Erkenntnis strebt. Dabei hat es sich die Universität zum Ziel gesetzt, nach verantwortungsbewussten und nachhaltigen Lösungen zu suchen.

In diesem Sinne prägt Leibniz die Wissenschaft und Forschung bis heute. In seinem wissenschaftlichen Tiefgang und seiner internationalen Vernetzung ist er Vorbild für die Angehörigen der Leibniz Universität. „Mit unserem im Jahr 2020 verabschiedeten neuen Motto ‚Global denken, interdisziplinär forschen: Leibniz leben!‘ schaffen wir die Möglichkeit der starken Identifikation nach innen und klarer Wertmaßstäbe nach außen“, sagt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover. „Leibniz steht als Namenspatron unserer Universität vorbildhaft für die Werte, die wir in unserem Leitbild abbilden, beispielsweise für Weltoffenheit, wissenschaftliche Neugierde, konstruktiven Diskurs und Innovation. Darüber hinaus für die starke Interdisziplinarität und das Wissen darum, dass wissenschaftliche Fragestellungen zumeist nur durch das Zusammenwirken vieler Disziplinen zu lösen sind.“

Breit gefächert über fünf Forschungsschwerpunkte

Deutlich wird dieser Grundgedanke etwa in dem breiten Fächerspektrum der Universität mit fünf Forschungsschwerpunkten: Quantenoptik und Gravitationsphysik, optische Technologien, Biomedizinforschung und -technik, Produktionstechnik und Wissenschaftsreflexion.

Quantenoptik und Gravitationsphysik beschäftigen sich vor allem mit Präzisionsmessung von Raum und Zeit, Licht und Materie. Dabei haben die Forschenden einen wesentlichen Beitrag zum Nachweis der Gravitationswellen geleistet.

Bei den optischen Technologien geht es um Technologien wie zum Beispiel Kameras, Displays oder optische Sensoren, die etwa beim autonomen Fahren, in der Landwirtschaft und in der Medizintechnik eingesetzt werden.

Im Mittelpunkt der Biomedizinforschung und -technik stehen die Lösungen für Antibiotikaresistenzen, Zivilisationskrankheiten sowie die alternde Gesellschaft. Eine große Rolle spielen die Wirkstoffforschung und die Entwicklung von individualisierten Implantaten.

Beim Schwerpunkt Produktionstechnik wird die Produktion der Zukunft thematisiert. Sie soll vernetzt, smart und ressourcenschonend sein. Eine Bündelung erfolgt am Produktionstechnischen Zentrum (PZH) in Garbsen.

Nicht zuletzt ist die Wissenschaftsreflexion ein wichtiges Thema an der Leibniz Universität Hannover. Denn Wissenschaft ist die Grundlage zur Bewältigung von globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Welternährung, Gesundheitsentwicklung.

Von Katrin Schreiter