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MEHR SEELZE ALS SIE DENKEN

Digitaler Marktplatz für Handel und Gewerbe: In Seelze ist die Digitalisierung Chefsache - Gemeinschaft und Stadt kooperieren 

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Auch der Pop-Up-Store ist ein Ergebnis des Förderprogramms.

Initiatoren bringen den „Digitalen Marktplatz" voran - Interessierte erfahren mehr darüber auf shopping-selze.de

Zwei Jahre Corona-Pandemie und die damit einher gehende Einschränkungen haben auch in den Innenstädten von Seelze und Letter ihre Spuren hinterlassen. Um wieder sichtbarer für Kundinnen und Kunden zu werden, um Kundinnen und Kunden wieder zurückzugewinnen und zur besseren Verknüpfung des stationären mit dem virtuellen Handel haben sich die Stadt im Schulterschluss mit dem Verein für Handel und Gewerbe (HGS) für die Einrichtung eines „Digitalen Marktplatzes" entschlossen.

Mediengruppe ist dabei 

Bereits im Frühjahr hatten die beiden Vertragspartner - die HGS und die Madsack Mediengruppe - dazu einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet. Einen ersten Eindruck davon, was genau dieser ,,Digitale Marktplatz" eigentlich ist, können Interessierte nun im Internet unter shopping-seelze.de erfahren. In einem kurzen Informationsfilm erklären der HGS-Vorsitzende Dr. Thomas Meyer und Bürgermeister Alexander Masthoff die Hintergründe des neuen Angebots und werben bei Gewerbetreibenden darum, sich daran zu beteiligen. Auf der digitalen Plattform können Händler und Gewerbetreibende, Handwerker und Gastronomen, ihren Kunden ihre Angebote und Dienstleistungen präsentieren. Mit nur einem Klick können die Kunden sich auf diese Art wiederum über das gesamte Angebot in ihrer Stadt informieren. 

"Der ‚Digitale Marktplatz‘ ist eine tolle Möglichkeit und dient dazu, den lokalen Handel in Seelze und Letter zu halten und zu stärken."
Dr. Thomas Meyer, HGS-Vorstand

Den Handel stärken

,,Der Digitale Marktplatz ist eine tolle Möglichkeit und dient dazu, den lokalen Handel in Seelze und Letter zu halten und zu stärken", sagt der HGS-Vorsitzende Dr. Thomas Meyer. Die HGS sei eine klassische Händlergemeinschaft mit dem Fokus auf die Innenstädte Seelzes und Letters und möchten mit dem „Digitalen Marktplatz" die Digitalisierung im Einzelhandel vorantreiben, so Meyer weiter.

,,Um unser Ziel erreichen zu können ist es erforderlich, alle Akteure mit einzubeziehen und das Angebot ausdrücklich nicht nur an unsere Mitglieder zu adressieren, da nur eine große Bandbreite an sich beteiligenden Unternehmen den Erfolg eines Digitalen Marktplatzes für Seelze erreichen kann", führt der HGS-Vorsitzende weiter aus. 

Vortrag im September

Neben der Finanzierung sind die größten Hürden die intensive und individuelle Mitnahme, Betreuung und Schulung der Betriebe vor Ort. Die HGS als ehrenamtlicher Verein könne dies nicht allein leisten. So soll der „Digitale Marktplatz" von der lokalen Madsack Mediengruppe umgesetzt werden, da hier bereits eine langjährige Zusammenarbeit besteht.

Auch wenn für Einzelne die Pandemie die Digitalisierung gezwungenermaßen beschleunigt habe, so zeige doch die gemachte Erfahrung, dass das Thema Online-Marketing für viele Unternehmern neben dem Tagesgeschäft eine große Hürde darstellt. In Kooperation mit dem Citymanagement der Stadt Seelze soll eine Veranstaltungsreihe zur ,,Digitalisierung im Einzelhandel" den Akquise-Prozess begleiten.

Auftakt dieser Reihe mit dem Titel ,,Digitaler Dienstag" war bereits am vergangenen Dienstag im Restaurant Flügels. Rund zwei Stunden lang informierte Roksana Leonetti als Referentin über Themen wie Local SEO, Google und die Google Unternehmensprofil-Checkliste. Nächster Termin mit Elif Rufaioglu mit Themen wie Einführung und Zweck PB und CL und LinkedIn Algorithmus ist dann Dienstag, 27. September, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Seniorentagesstätte an der Pestalozzistraße in Letter. Im Seelzer Rathaus referiert Tim Mittelstaedt am Dienstag, 25. Oktober, über Virtual Reality für Einzelhandel und Mittelstand. Es folgt am 29. November ein Instagram-Workshop für Einsteiger mit Carina Specht, ebenfalls im Seelzer Rathaus. Abschluss der Reihe bildet am 31. Januar ein Abend mit Sandra Thurow zum Thema Visuelles Marketing als Instrument des Handels zur Verkaufsförderung. Für die Teilnehmer sind die Informationsabende dank des Fördergelds aus dem Projekt ,,Perspektive Innenstadt" kostenlos.

Reitergeneral Michael von Obentraut wirft einen Blick auf schön dekorierte Schaufenster in der Seelzer City.

Kunstaktion startet

Eine weitere Aktion, die aus dem Sofortprogramm Perspektive Innenstadt finanziert wird, ist ebenfalls gerade in Seelze und Letter gestartet und hat bereits erste sichtbare Spuren hinterlassen. Unter dem Titel ,,Das Wunderfenster" ist die Künstlerin Anique Bossink im Stadtzentrum unterwegs, um Schaufenstern - in Ansprache mit den Geschäftsinhabern - ein ganz eigenes und individuelles Aussehen zu verleihen. Bossink bemalt mit ihrem Team dabei zahlreiche Schaufenster der teilnehmen Betriebe mit attraktiven Motiven nach einem auf Seelze und Letter abgestimmten Konzept. „Der Slogan ‚Seelze - Stadt mit Schwung', die geografische Lage am Wasser, die Historie als Eisenbahnstandort und die Vielfalt der Seelzer Musikvereine und Chöre sind in die Motivfindung eingeflossen und werden bildlich mit farbiger Kreide umgesetzt", erklärt Wirtschaftsförderin Katja Volkhardt, die das Projekt in die Obentrautstadt geholt hat.

Lange Nacht in der City

Rund drei Wochen lang will Anique Bossink mit ihrem Team in der Obentrautstadt unterwegs sein und dabei die Schaufenster bis Höhe der Wunstorfer Straße verschönern. Passantinnen und Passanten können während dieses Zeitraums die neu gestalteten Schaufenster entdecken. Schließlich soll die Aktion mit einer langen Nacht der Geschäfte gebührend gefeiert werden. Kundinnen und Kunden erhalten nicht nur die Möglichkeit, bis in die Abendstunden alle bunten Schaufenster ansehen zu können, sondern alle alle teilnehmenden Gewerbebetriebe bieten außerdem noch individuelle Aktionen an.

Über ein entsprechendes Marketing soll die Aktion „Das Wunderfenster" auch über Seelzes Grenzen hinweg in der gesamten Region Hannover bekannt gemacht werden. Damit es aber wirklich eine einmalige Aktion bleibt, soll nach einigen Wochen ein Schlussstrich gezogen werden und alle Fenster von einem Reinigungsunternehmen wieder entzaubert werden, kündigt Katja Volkhardt an.