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Ein einfach erlernbares System

LORMEN: Durch Tast-Alphabet mit taubblinden Menschen verständigen

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SO FUNKTIONIERT DAS LORMEN: Durch Tippen und Streichen in der Handinnenfläche „buchstabiert“ man die Wörter, die man mitteilen möchte. Foto: DBSV/Strutz/dpa-tmn

Ihnen steht weder der Sinn des Sehens noch des Hörens zur Verfügung. Taubblinde Menschen sind auf viel Unterstützung angewiesen Und auf Akzeptanz. Viel hilft, wenn man mit ihnen kommunizieren kann. Taubblinde Menschen nutzen ihren Tastsinn, um sich zu verständigen.

Dabei hilft ihnen unter anderem das sogenannte Lom-Alphabet. Dadurch lassen sich Wörter und Sätze mit Berührungen in die Handfläche buchstabieren. Die Daumeninnenfläche von der Fingerkuppe kurz zur Hand hin streichen, steht beispielsweise für den Buchstaben „T". Ein Tipp auf die Ringfingerspitze steht für „0". kurzes Antippen der Handfläche direkt unter dem kleinen Finger steht für das „M". So hat jeder Buchstabe und Umlaut ein bestimmtes Streich-Muster - oder eine bestimmte Stelle, an der man die Hand antippt.

Mit Hilfe des Lomm-Alphabets kann man einem taubblinden Menschen etwas in die Hand buchstabieren und sich auch selbst in die Hand buchstabieren lassen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband bietet auf seiner Website eine übersichtliche Dastellung des Lomm-Alphabets samt Erklärvideo an. Das Schema kann man sich auch ausdrucken.

Alltägliche Aufgaben sind ohne Hilfe kaum möglich: Taubblinde Menschen müssen im Alltag ohne die Hauptsinne des Sehens und Hörens auskommen, wodurch sie viel weniger ausgleichen können als ein Mensch, dem nur" einer dieser Sin   ne fehlt, erklärt der Verband. In Deutschland leben nach Angaben des Deutschen Taubblinden werks schätzungsweise 10 000 hörseh behinderte oder taubblinde Menschen.  Quelle: dpa