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Ergonomisch gestalteter Büroplatz entlastet Rücken und bietet Ausgleich

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Arbeitsplätze sollten nicht nur gut ausgestattet, sondern vor allem optimal auf die Bedürfnisse des Körpers zugeschnitten sein. Fotos: Rainer Sturm/pixelio.de

Ständige Tätigkeiten im Sitzen sind auf Dauer ungesund und schwächen die Muskeln

Viele Menschen, die im Büro arbeiten, leiden nach langen Arbeitstagen an Kopf- oder Rückenschmerzen, eventuell sind die Augen trocken oder sie fühlen sich sehr müde. In der Corona-Pandemie haben zudem viele Menschen zu Hause gearbeitet, an Arbeitsplätzen, die für acht Stunden Büroarbeit gar nicht vorgesehen waren. Da das Thema Homeoffice in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird, ist es auch hier sinnvoll, die entsprechenden Möbel auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze können in diesem Fall vorteilhaft sein.

Wer im Büro oder Homeoffice arbeitet, hat die Probleme im Wesentlichen, weil er den ganzen Tag sitzt. Der Mensch ist nicht zum Sitzen geschaffen, sondern hat sich im Zuge der Evolution zu einem Läufer entwickelt. Muss er jetzt stundenlang sitzen, sind Probleme vorprogrammiert, da die Muskeln am Rumpf nicht beansprucht werden, sich abschwächen und die Wirbelsäule nicht mehr richtig aufrechtgehalten können. Durch die Fehlhaltungen aufgrund der schwachen Muskulatur kommt es in vielen Fällen zu Verspannungen, was sich durch Schmerzen äußert.

Trockene Augen am PC

Besonders der Nacken ist am Schreibtisch ständig in Gefahr, überfordert zu werden. Ist der Bildschirm zu hoch, beziehungsweise der Schreibtischstuhl zu niedrig eingestellt, entsteht ein waagerechter Blick. Im Zusammenhang mit einer äußerst aufrechten Haltung wird der Nacken übermäßig angestrengt. Beim Blick auf den Bildschirm besteht zusätzlich die Gefahr, dass die Angestellten zu wenig blinzeln und so eine Trockenheit des Auges entsteht. Klagen Arbeitsnehmer vermehrt über trockene Augen, sollte man die Luftfeuchtigkeit überprüfen und gegebenenfalls Luftbefeuchter aufstellen. Vor allem in der kalten Jahreszeit ist es durch die trockene Heizungsluft sehr wahrscheinlich, dass die Luftfeuchtigkeit zu gering ist.

Beim Lesen von Unterlagen, die auf dem Schreibtisch liegen, den Kopf vorzubeugen, ist ebenfalls eine Belastung der Nackenmuskeln, da der Kopf über den Nacken jetzt vermehrt getragen werden muss. Wer allerdings nicht nur bei der Arbeit, sondern auch am Wochenende oft an Kopf- und Augenschmerzen leidet, sollte einen Termin beim Optiker oder Augenarzt vereinbaren, da es sein kann, dass die Sehschärfe nachgelassen hat.

Die Muskulatur lockern

Damit solche Beschwerden möglichst nicht auftreten, ist es ratsam, sich zwischendurch immer zu bewegen. Das Kreisen des Kopfes lockert die Nackenmuskulatur. Mit den Augen nach oben, unten, links und rechts zu sehen, entspannt die Augenmuskulatur. Außerdem gibt es immer wieder Gelegenheiten, die genutzt werden sollten, um ein paar Schritte zu gehen.

Es bietet sich zusätzlich an, ein paar Lockerungsübungen für den Rücken zwischendurch zu machen. Dafür sind nur ein paar Minuten notwendig, die investiert werden sollten, um sich wieder besser zu fühlen.

Passende Möbel nutzen

Natürlich spielt die Einrichtung des Arbeitsplatzes ebenfalls eine große Rolle. Es lohnt sich, in hochwertige Schreibtischstühle zu investieren, da dadurch Schmerzen und Verspannungen oft gelindert beziehungsweise im besten Fall auch vermieden werden können. Ein guter Stuhl hat Armlehnen, lässt sich in der Höhe verstellen und hat eine flexible Rückenlehne. Beim Monitor des Computers ist zu beachten, dass ein Mindestabstand bis zu den Augen von 50 Zentimetern eingehalten werden soll. Der Monitor sollte nicht erhöht werden, denn es ist für den Nacken vorteilhaft, wenn der Blick leicht nach unten geht.