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STILLE TAGE IM NOVEMBER

Trauerbewältigung

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Um den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten, muss man Trauer zulassen können. Foto: Pexels/Ivan Samkov

Trauer braucht Zeit und gehört zum Prozess des Abschiednehmens

Der Tod eines geliebten Menschen ist für viele eine große Belastung, die nicht so schnell überwunden wird. Dennoch ist es wichtig, die Trauer zuzulassen und sich ausreichend Zeit zu nehmen, um mit dem Verlust fertig zu werden, denn Trauer gehört zum Prozess des Abschiednehmens. Zudem sollte man, wenn nötig, Hilfe annehmen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Jeder erlebt diese Zeit individuell und bewältigt die Trauer auf seine Weise.

Es gibt jedoch in der Regel vier Phasen der Trauerbewältigung. In der ersten Phase steht der Trauernde oft unter Schock und möchte nicht wahrhaben, was passiert ist. Die zweite Phase wird meist von Gefühlen wie Verzweiflung oder Wut bestimmt. Danach, in der dritten Phase, finden die Trauernden zurück ins Alltagsleben und können auch wieder Freude an kleinen Dingen haben. In der letzten Phase akzeptieren die Betroffenen den Tod und können den Alltag wieder weitgehend selbst bewältigen.

Wer es allein nicht schafft, die Trauer zu bewältigen, kann sich professionelle Hilfe holen. Ansprechpartner kann der Hausarzt sein, der an einen Psychotherapeuten oder Psychologen überweist. Hilfe findet man beispielsweise auch bei der Deutschen Telefonseelsorge, die rund um die Uhr gebührenfrei erreichbar ist. Zudem kann man sich an kirchliche oder städtische Einrichtungen wenden. Des Weiteren kann eine Kur bei der Trauerbewältigung helfen.

Es gibt viele Kureinrichtungen, die sich auf eine Trauerverarbeitung spezialisiert haben, damit man Schritt für Schritt in ein normales Leben zurückfindet. Informationen dazu erhält man zum Beispiel bei seiner Krankenkasse. Ips/Rg

Trauerbegleitung: Professionelle Hilfe für Trauernde

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist für die meisten mit Trauer verbunden. Für viele verändert er das Leben und unterbricht vorhandene Strukturen. Trauer wird von jedem individuell erlebt. Sie ist ein Prozess, der nicht mit dem Tag der Bestattung endet. Keinesfalls sollte Trauer verdrängt werden, da sonst Krankheiten und seelische Schäden die Folge sein können. Zu den mit Trauer verbundenen Gefühlen gehören beispielsweise Einsamkeit, Wut, Zorn, Angst und manchmal sogar Erleichterung. Trauer kann sich jedoch auch körperlich auswirken. Das kann sich unter anderem durch Atemnot, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Muskelschwäche zeigen.

Der Abschied von einem geliebten Menschen ist meist sehr schmerzvoll und wird in einer großen Bandbreite erlebt, die unterschiedlich lange dauern kann. Wer seine Trauer nicht allein bewältigen kann, hat die Möglichkeit, sich an professionelle Trauerbegleiter zu wenden, die die Trauernden in ihrer neuen Lebenssituation unterstützen. Ihre Aufgabe ist es, den Trauernden Beistand zu leisten und sie mit viel Einfühlungsvermögen und Fachkompetenz durch den Trauerprozess zu begleiten. In Einzelgesprächen, in der Familie oder in Gruppen können die Trauernden ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Ziel einer Trauerbegleitung ist es, zu lernen, mit der Trauer umzugehen und den Verlust zuzulassen. Oft können Bestatter dabei helfen, die richtigen Kontaktpersonen zu finden. Ips/Rg