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Wenn akute Hilfe nötig ist: Kurzzeitpflege beantragen

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Das Antragsformular für die Kurzzeitpflege ist bei derPflegekasse erhältlich.

In einigen Situationen kann es nötig sein, beim Gesetzgeber eine Kurzzeitpflege zu beantragen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die pflegende Person aufgrund von Urlaub oder Krankheit ausfällt oder eine besonders intensive Pflege für eine gewisse Zeit notwendig ist und die ambulante Pflege nicht mehr ausreicht. Oftmals wird sie auch im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt in Anspruch genommen oder wenn die Pflegebedürftigkeit sehr plötzlich eingetreten ist.

Voraussetzung hierfür ist, dass die zu pflegende Person mindestens den Pflegegrad 2 besitzt. In einigen Ausnahmefällen, beispielsweise nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, haben auch pflegebedürftige Menschen ohne Pflegegrad Anspruch auf eine Übergangspflege", bis die nachfolgenden Schritte geplant wurden. Diese wird von der Krankenkasse bezuschusst. Die Kurzzeitpflege findet stationär in einer zugelassenen Einrichtung statt. Die Betreuung richtet sich nach der Pflege, die für den Betroffenen erforderlich ist.

Da das Angebot begrenzt ist, sollte sich daher frühestmöglich um einen Platz gekümmert werden. Besonders während der Schulferien sind die Plätze schnellbelegt. Alle notwendigen Formulare, sowie fachliche Beratung und Hilfe bei der Antragstellung sind bei der Pflegeversicherung erhältlich. Während der Kurzzeitpflege wird ein Großteil der Kosten von der Pflegekasse übernommen. Pro Kalenderjahr werden bis zu 56 age, acht Wochen, gefördert. Jedoch sind nicht alle Kosten damit abgedeckt.

Für die Unterbringung, Verpflegung und die Investitionskosten muss ein Eigenanteil gezahlt werden, der durch einen Entlastungsbetrag und Pflegegeld finanziert werden kann. Die Höhe der Kosten ist von der gewählten Einrichtung abhängig. In einigen Fällen kann die Kurzzeitpflege steuerlich abgesetzt werden, wenn diese als außergewöhnliche Belastung anerkannt wird. Insgesamt liegt das Kurzzeitpflege-Budget seit dem 1. Januar 2022 bei bis zu 1774 Euro pro Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Betrag um 10 Prozent erhöht. lps/Kt