Ist ein Reservebetrieb überhaupt möglich?

Zwei Atomkraftwerke als Notreserve: EnBW und Eon wollen ihre Meiler zunächst überprüfen

Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2.

Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2.

Karlsruhe. Der Energiekonzern EnBW will prüfen, ob sein Kernkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg über das Jahresende hinaus betriebsbereit gehalten werden kann. Für eine Betriebsbereitschaft müssten schnellstmöglich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, erklärte das Unternehmen am Montag in Karlsruhe.

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„Darüber hinaus müssen von der Bundesregierung, möglichst im Austausch mit den Kraftwerksbetreibern, die Details der beschlossenen Vorgehensweise konkretisiert beziehungsweise geklärt werden“, hieß es. Das Unternehmen bekräftigte, dass man die Bemühungen der Bundesregierung um eine sichere Energieversorgung im Rahmen seiner Möglichkeiten nach Kräften unterstützen wolle.

Eon will Isar 2 für Reservebetrieb überprüfen

Auch der Energieversorger Eon sieht eine technische und organisatorische Prüfung des Kernkraftwerks Isar 2 in Bayern als notwendig an. Bei dem von der Bundesregierung vorgestellten Plan werde es in allererster Linie darauf ankommen, zu prüfen, ob und wie er technisch und organisatorisch machbar sei, teilte Eon am Montagabend mit. Kernkraftwerke seien in ihrer technischen Auslegung keine Reservekraftwerke, die variabel an- und abschaltbar seien.

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Montag bekanntgegeben, dass zwei der drei noch verbliebenen deutschen Atomkraftwerke über den Jahreswechsel hinaus noch bis Mitte April 2023 als Reserve zur Verfügung stehen sollen.

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Darüber hinaus versicherte Eon, dass das Kernkraftwerk Isar 2 auch bei einem Weiterbetrieb über den 31. Dezember hinaus alle sicherheitsrelevanten Anforderungen erfülle und „zu den sichersten Anlagen der Welt gehört“. Der Konzern habe immer erklärt, die Bemühungen der Bundesregierung um eine sichere Energieversorgung im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen und gesprächsbereit zu sein, sofern die Bundesregierung es wünsche.

RND/dpa

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