Singles‘ Day und Black Friday

Auftakt zur Rabattschlacht des Jahres

Die mehrtägige Rabattaktion zum „Black Friday“ beschert Online-Händlern und dem Einzelhandel seit Jahren enorme Umsätze.

Die mehrtägige Rabattaktion zum „Black Friday“ beschert Online-Händlern und dem Einzelhandel seit Jahren enorme Umsätze.

Den letzten Freitag im November haben sich viele Händler fett im Kalender markiert. Und das aus gutem Grund: Dann nämlich dürfte der sogenannte Black Friday wieder für rekordverdächtige Umsätze im Online-Shopping und Einzelhandel sorgen. Als Höhepunkt, der von vielen Unternehmen inzwischen auf mehrere Tage ausgedehnten Rabattaktion, macht der Black Friday den Auftakt für das Weihnachtsgeschäft.

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Woher kommt der Black Friday?

Seinen Ursprung hat der Black Friday in den USA. Dort bezeichnet er den Freitag nach Thanksgiving, dem entfernten Ableger des in Europa als Erntedankfest bekannten Brauchs. Als nationaler Feiertag wird Thanksgiving Day in den USA jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert. Folglich findet der Black Friday immer am vierten Freitag desselben Monats statt. Inzwischen hat sich der Begriff als Bezeichnung für den geschäftigen Einkaufstag, der den Beginn des Weihnachtsgeschäfts markiert, etabliert.

Zur Herkunft kursieren unterschiedliche Erkläransätze. Manchen gilt schlicht die Umsatzstärke und das Schreiben von „schwarzen Zahlen” der Händler an diesem Tag als mögliche Wortschöpfungsquelle. Andere verweisen auf die Stadt Philadelphia, wo es am Tag nach Thanksgiving regelmäßig zu erhöhtem Verkehrsaufkommen gekommen sein soll. Die Fülle an Fahrzeugen und Fußgängern erschien von weitem wie eine große, schwarze Masse.

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Black Friday, Cyber Monday, Singles‘ Day 2022: Termine in der Übersicht

Mittlerweile ist der Black Friday zu einem festen Shopping-Ritual Ende November geworden. Doch auch wenn er den traditionellen Höhepunkt der Rabattaktion darstellt, haben sich findige Marketingabteilungen die Chance nicht nehmen lassen, weitere Shopping-Aktionstage zu erfinden. Und so gibt es rund um den Freitag nach Thanksgiving mittlerweile eine ganze Reihe ähnlich klingender Events, an denen Händler mit teils stark reduziert angepriesenen Artikeln kauffreudige Kundschaft locken.

Vor allem Amazon hat das Potenzial des Black Friday früh zu nutzen gewusst und mit der „Amazon Black Friday Week“ den Zeitraum der ursprünglich auf ein Wochenende begrenzten Rabattaktion auf mehrere Tage ausgedehnt. Genau genommen handelt es sich dabei nicht mehr um eine Woche, da Amazon den Zeitraum in den letzten Jahren auf bis zu zehn Tage gestreckt hat. Dem Beispiel folgend machen sich auch immer mehr andere (Online-)Händler, Einkaufsketten und Elektronikmärkte der Signalkraft des Black Friday zunutze und bieten eigene Rabattaktionen an, die sich teilweise über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Das chinesische Pendant zum Black Friday ist der sogenannte Singles‘ Day am 11. November. Was Warenwert und Umsätze anbelangt, hat der Singles‘ Day dem Black Friday längst den Rang abgelaufen. Kein Wunder also, dass die Mega-Rabattaktion inzwischen auch in anderen Ländern, darunter auch in Deutschland, immer größer wird.

Ein Überblick über die größten Rabattaktionen im November:

  • Singles‘ Day: Freitag, 11.11.2022
  • Black Friday: Freitag, 25.11.2022
  • „Amazon Black Friday Week“: Freitag, 18.11. bis Montag, 28.11.2022
  • Black Weekend: Samstag, 26.11. und Sonntag, 27.11.2022
  • Cyber Monday: Montag, 28.11.2022

Black Friday: Vorsicht vor aufgeblasenen Rabatten

Von Unterhaltungselektronik über Haushaltsgeräte bis Kleidung, Lebensmittel und Drogerieprodukte – Es gibt keinen Bereich des Einzelhandels, der noch nicht von den November-Deals betroffen ist. Doch auch zum diesjährigen Black Friday locken Amazon und Co. wieder mit zahlreichen Deals und speziellen Preisangeboten, bei denen Vorsicht geboten ist. Rabatte von bis zu 90 Prozent sind keine Seltenheit – aber nicht alle Deals sind echte Schnäppchen. Erst im Preisvergleich wird deutlich, ob sich ein Angebot lohnt. Genauso verlässlich wie Händler den Black Friday in jedem Jahr aufs Neue als wahre Sparevents anpreisen, warnen Verbraucherschützer vor vermeintlichen Rabatten, die sich bei näherer Betrachtung als aufgeblasen entpuppen.

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Das liegt in erster Linie daran, dass viele Onlineshops Rabatte auf Grundlage der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) und nicht des eigentlichen Marktpreises berechnen, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert. Diese Mondpreis-Praxis, bei der Sparpreise von vornherein nicht dem üblichen Verkaufspreis entsprechen, ist dabei nur eine von vielen Schummeleien, mit denen am Black Friday getrickst wird.

Profitieren lässt sich in der Rabattwoche also höchstens, wenn man genau auf die Preise achtet, nicht auf auffällig positive Produktbewertungen (gerade bei unbekannten Marken) hereinfällt sowie Lieferzeiten und -kosten im Blick behält.

RND/pf

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