Corona-Ausbruch in China

Beschäftige von Apple-Zulieferer offenbar hungernd in Fabrik eingeschlossen

Foxconn ist einer der wichtigsten Zulieferer für Apple.

Foxconn ist einer der wichtigsten Zulieferer für Apple.

Zahlreiche Mitarbeiter des Apple-Zulieferers Foxconn stehen einem Medienbericht zufolge in einer Fabrik in der chinesischen Metropole Shenzen aufgrund eines Corona-Ausbruchs unter Quarantäne. Und das unter prekären Bedingungen, wie die „Financial Times“ schreibt.

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Dem Artikel zufolge haben chinesische Behörden Videos aus sozialen Medien entfernt, auf denen Mitarbeiter beim Betteln um Nahrung und Arzneimittel zu sehen sind. Gegenüber der Zeitung sagten zwei Beschäftigte zudem, dass ihr Arbeitgeber nicht genügend Lebensmittel für die unter Quarantäne stehenden Angestellten zur Verfügung stelle.

Metallbarrieren schirmen die Fabrik ab

Einem anonym zitierten Foxconn-Mitarbeiter zufolge ist die Fabrik seit dem 7. Oktober abgeriegelt. Man sei zu einem „geschlossenen Kreislauf“ übergegangen. „Vor fünf Tagen wurde mir mitgeteilt, dass mein PCR-Testergebnis ‚abnormal‘ sei und ich mich in meinem Schlafsaal in Quarantäne begeben müsse“, sagte der Arbeiter gegenüber der Zeitung. „Aber niemand kümmert sich um mich oder veranlasst weitere Tests für mich.“

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Metallbarrieren schirmen das Werk ab. Die Arbeit gehe aber weiter, heißt es. Mehrere 100.000 iPhones gehen in dem Werk in Shenzen täglich für Apple übers Band.

Angaben zu Corona-Fällen variieren stark

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP sind etwa 300.000 Menschen in dem Werk beschäftigt. Foxconn sprach in dem Zusammenhang von einer „kleinen Zahl“ an Corona-Fällen. Die Auswirkungen seien kontrollierbar und die Produktion laufe relativ stabil, hieß es von Unternehmensseite. Mehrere Städte in der chinesischen Provinz Henan, darunter Pingdingshan und Shangqiu, haben Mitteilungen herausgegeben, in denen sie vor dem Gesundheitsrisiko warnen, das potentiell von den Foxconn-Beschäftigten ausgehe, so die „Financial Times“.

Gegenüber der „Financial Times“ sagten Arbeiter, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankten im Werk deutlich höher sei als die offiziellen Angaben. Die Behörden in der Stadt Zhengzhou hatte in den vergangenen drei Tagen lediglich 69 neue Covid-19-Fälle angegeben – online kursieren Gerüchte von Zehntausenden Corona-Infizierten. In China gilt nach wie vor eine strenge Zero-Covid-Politik. Auf Nachfrage der „Financial Times“ reagierte Apple den Angaben zufolge nicht.

RND/rix

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