Trotz boomendem Frachtgeschäft

Deutsche Post dämpft Euphorie für 2022

Der Post Tower in Bonn ist die Zentrale der Deutschen Post AG.

Die Deutsche Post dämpft die Erwartungen.

Dank glänzender Geschäfte mit Frachtgut hat die Deutsche Post DHL kräftig Kasse gemacht. Der Konzernumsatz sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit. Die Erlöse in der Frachtsparte schnellten sogar um 38 Prozent in die Höhe, andere Bereiche liefen ebenfalls gut, hieß es.

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Firmenchef Frank Appel sprach von einem sehr guten Quartal. Der Konzerngewinn stieg um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Dass die Geschäfte alles in allem weniger profitabel waren, lag unter anderem an ungünstigen Währungseffekten.

Anders als angedeutet: Gewinnziel nur geringfügig angehoben

Das Stammgeschäft der Post – der Brief- und Paketversand im Inland – schwächelte jedoch erneut. Der Umsatz stagnierte bei 3,9 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Ebit) sank um 3 Prozent. Rechnet man im Vorjahresquartal getätigte Zusatzkosten für einen Corona-Sonderbonus an die Belegschaft heraus, liegt das Minus sogar bei 18 Prozent.

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Die Deutsche Post schraubt ihr Gewinnziel daher für 2022 – trotz eines erfolgreichen dritten Quartals – nicht so stark nach oben wie zunächst angedeutet. Das operative Ergebnis (Ebit) dürfte um circa 5 Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro zulegen, wie der Dax-Konzern mitteilte. Bis Anfang Oktober hatte Postchef Frank Appel einen operativen Gewinn zwischen 7,6 und 8,4 Milliarden Euro angepeilt und auch nicht ausgeschlossen, dass es noch besser laufen könnte. Am 10. Oktober hatte der Konzern dann mitgeteilt, dass er bei einer anhaltend soliden Geschäftsentwicklung seine Prognose anheben werde. Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit 8,6 Milliarden Euro gerechnet.

RND/dpa

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