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Russlands Krieg und die Energiepreise

Die Stunde der grünen Energie

Die Forcierung erneuerbarer Energien kann Deutschland unabhängig von Energieimporten und deren Preisschwankungen machen.

Frankfurt. Deutschlands wichtigster Lieferant für fossile Energie führt Krieg gegen die Ukraine, und die Preise für Öl und Gas sind nicht mehr zu bremsen. Jedes neue Windrad, das jetzt aufgestellt wird, macht uns vom unberechenbaren Regime Wladimir Putins etwas unabhängiger. Wenn nicht jetzt, wann dann sollen die Erneuerbaren ausgebaut, Wärmepumpen installiert und mehr E-Autos auf die Straße gebracht werden?

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Der Klimaschutz wird dabei zur Nebensache, es geht darum, die gesamte Volkswirtschaft zu stabilisieren. Die verbliebenen Bremser der erneuerbaren Energieträger können sich nun gesichtswahrend aus der Affäre ziehen.

Die Energiewende kostet

Doch Obacht, das Projekt muss mit Pragmatismus angegangen werden. Dazu gehört, die Pendlerpauschale, wie gerade vom Kabinett beschlossen, deutlich zu erhöhen. Gut auch, dass niemand mehr über eine höhere CO₂-Bepreisung für fossile Energie spricht. Das wäre ein Hohn.

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Denn was damit erreicht werden sollte – Öl und Gas unattraktiv zu machen –, wird durch die Energiepreisexplosion bei Weitem übertroffen. Es gilt, die Preise für die fossile Energie abzufedern. Auch um den Rückhalt in der Bevölkerung angesichts einer beispiellosen Energiekrise zu sichern.

Zum neuen Pragmatismus muss aber auch gehören, die staatliche Förderung der Erneuerbaren zu forcieren, und es müssen dringend Subventionen für Firmen her, die Erdgas durch heute noch teurere Alternativen wie Wasserstoff ersetzen. Das alles wird was kosten. Doch die Investitionen werden sich lohnen.

Deshalb kann sich Finanzminister Christian Lindner (FDP) nun auch unter Gesichtswahrung von seiner Idee verabschieden, so schnell wie möglich die Schuldenbremse wieder einzuführen.

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