Kommentar zum Pilotenstreik

Eurowings: Der nächste Streik liegt schon in der Luft

Köln: Bodenpersonal steht an Flugzeugen von Eurowings am Flughafen Köln/Bonn. Am Flughafen Köln/Bonn fallen viele Starts von Flugzeugen der Airline aus, weil die Piloten für bessere Arbeitsbedingungen in einen dreitägigen Streik getreten sind.

Köln: Bodenpersonal steht an Flugzeugen von Eurowings am Flughafen Köln/Bonn. Am Flughafen Köln/Bonn fallen viele Starts von Flugzeugen der Airline aus, weil die Piloten für bessere Arbeitsbedingungen in einen dreitägigen Streik getreten sind.

Und wieder bleiben Flieger am Boden. Nach dem Streik ist vor dem Streik – das haben die vergangenen Wochen zum Leidwesen vieler Flugreisender eindrücklich gezeigt. Nachdem bereits Tausende Flüge gestrichen worden waren, sorgten Arbeitsniederlegungen für weiteren Urlaubsfrust. Jetzt streiken die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings erneut.

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Der Zeitpunkt ist kein Zufall, immer mehr Bundesländer haben Herbstferien. Dass erneut Passagiere auf ihren gepackten Koffern sitzen bleiben, ist bitter – und ihr Ärger verständlich. Wenn Fliegen zur Glückssache wird, büßt das Vertrauen ein. Das sollten auch die Eurowings-Piloten bedenken, deren letzter Streik keine zwei Wochen her ist.

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Streik bei Lufthansa-Piloten in letzter Minute abgewendet

Zwar haben sich ihre Kollegen im Mutterkonzern zuletzt mit der Lufthansa auf eine Art Burgfrieden geeinigt. Doch wurde eine Arbeitsniederlegung nur in letzter Minute verhindert. Es ist unübersehbar: Es brodelt bei der Lufthansa und ihren Flugbetrieben.

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Das liegt auch an der komplexen Tarifstruktur. Eurowings, Eurowings Discover, Cityline: Immer mehr Tochterairlines werden gegründet, auf die der Mutterkonzern zu günstigeren Kosten ausweichen kann. Übernehmen die nun etwa die Zubringerflüge und bekommen mehr Anteile am Flugplan, wird das nicht nur für Passagiere unübersichtlicher, sondern führt bei den Piloten zu Unmut. Dass mit der Cityline 2.0 sogar schon eine neue Tochter gehandelt wird, dürfte die Stimmung nicht verbessern.

Der Konflikt muss grundsätzlich behoben werden

Die Gräben sind tief. Zwar ist klar, dass die Lufthansa Wege finden muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ob das Ausweichen auf neue Flugbetriebe und zu schlechteren Arbeitsbedingungen für die Piloten die Lösung ist, bleibt allerdings zweifelhaft. Das Management muss sich dringend Gedanken machen, wie dieser grundsätzliche Konflikt behoben werden kann. Denn sonst ist weiterhin absehbar: Nach dem Streik ist vor dem Streik.

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